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Erneuerbare Energie

Erneuerbare Energie

Der Begriff erneuerbare Energie bezeichnet Energie, bei deren Erzeugung ausschließlich auf sich regenerierende oder nach menschlichem Ermessen unendliche Quellen zurückgegriffen wurde. Sie steht damit im Gegensatz zur Atomenergie oder der Verbrennung fossiler Brennstoffe, da deren Energieträger in Form von Uran und Öl, Kohle oder Gas nicht unbegrenzt vorhanden sind und sich auch nicht in ausreichender Menge neu bilden.

Die Quellen der erneuerbaren Energien sind die Kernfusion der Sonne, der radioaktive Zerfall im Erdinneren und die Erdrotation. Die dadurch freigesetzten Energieströme kann der Mensch auf der Erde als Sonnenlicht und -wärme, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme nutzen.

Anteil in Deutschland

In Deutschland haben von den erneuerbaren Energien die Wasser- und Windkraft mit 3,4% bzw. 6,4% sowie die Biomasse mit 3,9 % momentan den größten Anteil an der gesamten Stromerzeugung. Alle regenerativen Energien zusammen lieferten im Jahr 14,2% des in der Bundesrepublik verbrauchten Stroms, gegenüber 11,1% im Jahr 2006. Die meisten Tarife aus unserem Strompreisvergleich enthalten regenerative Energien.

Riesiges Potential weltweit

Weltweit übersteigt allein die einstrahlende Sonnenenergie den aktuellen Energiebedarf um das Zehntausendfache und auch Erdwärme und Gezeiten würden, zwar verhältnismäßig geringere, aber dennoch riesige, Mengen Energie liefern. Die durch erneuerbare Energien zugänglichen Mengen würden folglich mehr als ausreichen, jedoch ist ihre Nutzung problematisch und auch die stark schwankende Verfügbarkeit ist vor allem in Industrieländern mit einem hohen ständig vorhandenen Grundbedarf und zusätzlichen Leistungsspitzen ungünstig.

Kritik und Probleme

Vor allem der Solar- und der Windenergie wird deshalb oft vorgeworfen, dass auf ihrer Grundlage keine solide Stromversorgung möglich sei, da sie zu sehr vom Wetter abhängig sind, eine Reaktion auf Spitzenlasten nur durch Zuschaltung ansonsten brach liegender Anlagen möglich ist, und die Schwankungen auch nicht durch gespeicherte Energie ausgeglichen werden können.

Als bester Lösungsansatz wird heute ein dezentrales Energiesystem gesehen, das alle zugänglichen regenerativen Energien einbezieht und so die Vor- und Nachteile der einzelnen Energiequellen durcheinander ausgleicht und so neutralisiert. In einem längeren Testversuch in Deutschland konnten hiermit sehr positive Ergebnisse erzielt werden, die Investitionskosten sind aber im Verhältnis zu normalen Kraftwerken deutlich höher.

Weg vom Öl

Mit all diesen Konzepten ist die Nutzung erneuerbarer Energien allerdings nur stationär in Form von Strom möglich, aber ein großer Teil der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie wird als Benzin oder Diesel zur Aufrechterhaltung der Mobilität benötigt. Pflanzenöl und Biodiesel als Produkte der Biomasse können auch direkt in normalen Verbrennungsmotoren verwendet werden, ihre Menge reicht jedoch bei weitem nicht aus, um den Gesamtverbrauch zu decken. Ein langfristiges Modell ist deshalb die Erzeugung von Wasserstoff durch erneuerbare Energien, wodurch diese quasi gespeichert und transportabel wären. Auf diese Weise könnte es gelingen ohne prinzipielle Einschränkungen von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden.