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Wenn Verbraucher und Behörden Hand in Hand arbeiten!

Wenn Verbraucher und Behörden Hand in Hand arbeiten!

„Unser Verlangen nach Fisch übersteigt die Belastungsgrenzen des marinen Ökosystems bei weitem!“ So einfach brachte Greenpeace bereits 2005 das Problem der Überfischung unserer Weltmeere auf den Punkt …


Und auch der WWF bestätigt: „Bald drohen uns leere Meere!“ Tatsächlich würden nämlich vielerorts mehr Fische gefangen, als natürlich wieder nachwachsen können: „Weltweit gelten 30 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt und 57 Prozent als maximal genutzt“, erklären hier (Stand: Juli 2012) die Experten. Wobei die Lage just in den europäischen Gewässern besonders brisant erscheint. Denn hier würden bereits 47 Prozent der Bestände als überfischt klassifiziert.
Damit Fisch und Meeresfrüchte dennoch mit gutem Gewissen verzehrt werden können, hat der WWF daher einen Einkaufsratgeber herausgebracht und empfiehlt, Fische eher als nicht alltägliche Delikatesse denn tagtäglichen Snack zu sehen. Zumal, bei der Jagd nach dem edlen Speise-Fisch, auch andere Meeresbewohner in Gefahr sind: „Haie, Seevögel, Meeresschildkröten, Delfine und Wale, verenden als sogenannter Beifang, der vierzig Prozent des Fangs ausmacht, in den Netzen!“
Ein Problem, das auch die Welt bereits thematisiert hat. Der Beifang, vor kurzem noch lebende Wesen, werde dann wie Müll ins Meer zurück geworfen: „Kein anderer Industriezweig kann es sich leisten, auf Dauer mit einer so hohen Fehler- und Abfallquote zu wirtschaften“, zitieren hier die Autoren die aufgebrachten Umweltschützer. Wobei auch die illegale Fischerei ein Problem scheint. Denn tatsächlich sind nicht allein die fehlenden oder mangelhaften Daten über viele Fischbestände (deren genaue Restzahlen niemand kennt) ein Problem. Vielmehr sei, so der Spiegel, auch das Treiben der Fischkutter auf hoher See bis heute kaum zu überwachen. Illegale Aktivitäten beileibe nicht ausgeschlossen: „Experten schätzen, dass mit illegalen und nicht offiziell gemeldeten Fängen pro Jahr zwischen zehn und 23,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden“, schreibt das Polit-Magazin. Wobei die Spiegel-Autoren nun eine mögliche Lösung im Blick haben. Denn unsere Satelliten-Technik wäre durchaus in der Lage, das illegale Treiben zu erschweren: „Radaraufnahmen aus dem Orbit zeigen Schiffe gut an, vorausgesetzt, diese sind groß genug“, sieht spiegel.de eine Strategie zur Rettung der Meere.
Auch das Anti-Kollision-System (AIS), das, wenn es denn verbaut ist und nicht manipuliert wird, Namen und Position eines Schiffs, seine Größe und Geschwindigkeit sendet, könne seinen Teil zu einer Echtzeit-Karte der Weltmeere beitragen. Dazu könnten, so die Überlegung der im Spiegel zitierten Experten, auch Privatpersonen beitragen, die quasi ein Stück Meer vor ihrer eigenen Haustür überwachen.
Viele Daten, die dann ein Gesamtbild ergeben und den Behörden (die im Idealfall noch vor Ort das illegale Treiben beenden könnten) zur Verfügung gestellt würden. Eine Technik, die laut Spiegel-Autorin Nina Weber derzeit freilich noch in ihren Anfängen steckt …