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Renovierung des Weltklimarats

Renovierung des Weltklimarats

Nun ist es endlich soweit. Der Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC) kommt auf den Prüfstand. Die InterAcademy Council, ein Zusammenschluss nationaler Wissenschaftsakademien, soll nunmehr Empfehlungen für die künftige Arbeit des Gremiums aufstellen. Nur ob die Vorschläge auch wirklich umgesetzt werden, entscheidet der Klimarat selbst.
Bisher war die InterAcademy Council niemandem ein Begriff. Diese Gruppierung ist bisher nie öffentlich in Erscheinung getreten – bis jetzt. Denn künftig soll genau dieser Zusammenschluss, kurz IAC genannt, das Gremium sein, was den Klimarat künftig kontrolliert.
Bis Oktober ist es nun Aufgabe der IAC Vorschläge zu erarbeiten, wie der IPCC-Prozess verbessert werden könnte. Ob jene Empfehlungen umgesetzt werden, liegt dann allein in der Hand des IPCC. Ebenfalls ist keine ständige Kontrolle des Klimarates vorgesehen.
Zunächst waren andere Organisationen für diese Überprüfung vorgesehen, jedoch entschieden sich die Uno-Delegierten auf Telefonkonferenzen und einer abschließenden Sitzung im britischen Oxford für den IAC. Damit soll wahrscheinlich demonstriert werden, dass die Kontrolle des IPCC unabhängig von der Uno erfolgt.
Eine Renovierung des Klimarates wurde zuletzt vielfach gefordert, nicht zuletzt, weil der letzte Sachstandsbericht von 2007 unter scharfe Kritik geriet. Hier kam es zu einer falschen Prognose über das Abschmelzen der Gletscher im Himalaja. Demnach könnten die Gletscher bis 2035 vollständig verschwunden sein. Die Quelle dieser Information blieb jedoch unklar. Jedoch sollte die korrekte Jahreszahl 2350 heißen. Als „bedauerlicher Fehler“ wurde das Ganze abgetan. In Folge der scharfen Kritik wurde teilweise auch der Rücktritt des Klimarates gefordert.
Die IAC soll nun beispielsweise auch prüfen, ob Berichte aus sogenannter grauer Literatur veröffentlicht werden dürfen. „Graue Literatur“ sind Berichte, die nicht Fachzeitschriften entstammen, sondern beispielsweise Berichte von Regierungen oder unabhängigen Organisationen.
Sicher ist jedoch, dass die künftigen Berichte über die Folgen des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen einen größeren Raum einnehmen werden, wobei es nicht Aufgabe ist, politische Empfehlungen abzugeben.
In der Onlineausgabe des Spiegels kann man noch einmal nachvollziehen, wie das Gremium der Vereinten Nationen funktioniert.