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Ob der Elch je wieder in nennenswerter Stückzahl nach Deutschland zurückkehrt!?

Ob der Elch je wieder in nennenswerter Stückzahl nach Deutschland zurückkehrt!?

Er sei größer und schwerer als Rothirsche, schrieb Naturfilmer Heinz Sielmann in „Könige im Tierreich“. Wobei der Naturkenner, seinerzeit, vor allem die nördlichen Regionen Europas, Asiens und Amerikas als natürliches Verbreitungsgebiet der Elche ansah …
„Auch in Ostpreußen zogen Elche durch Wald und Sumpf“. Und tatsächlich bestätigten unlängst auch VOX und „hundkatzemaus“, dass die stattlichen Tiere einst auch in Deutschland gelebt hatten. Hier wurden sie, so Moderatorin Diana Eichhorn, erst während des zweiten Weltkriegs ausgerottet.
Und scheinen allmählich, zumindest als Einzelgänger, zurückzukehren: „Die Elche wandern in Deutschland ein“, titelte die Welt bereits 2007 und verwies darauf, dass die Tiere oftmals aus Polen oder Tschechien einwandern und sich dann zum Beispiel in Bayern oder dem Lausitzer Grenzland breit machen: „Zuerst die Wölfe und Bruno der Bär. Jetzt die Elche“, sehen die Welt-Autoren eine klare Folge. Und berichten, dass auch manch unerfreuliche Begegnung zwischen Elch und Mensch bekannt ist. Denn erschrockene Autofahrer würden, beim Anblick der Riesentiere, auch mal die Polizei rufen!
Tatsächlich ist so ein Elch ein imposantes Wildtier und kann, bei einer Schulterhöhe von über 2 Metern, bis zu 800 Kilogramm schwer werden. Dabei kann, wie auf VOX ein Experte erklärte, das Tier auch für uns Menschen durchaus zu einer Gefahr werden. Denn Elche würden, wenn sie sich bedroht fühlen, ihr Heil eben nicht ausschließlich in der Flucht suchen. Auch Attacken seien durchaus denkbar … ein Verhalten, das zum Beispiel auch von Hirschen, zumal während der Brunftzeit, durchaus bekannt ist.
Auch Spiegel Online berichtete ja mal von der so genannten „Bestie von Bushy“, einem oder auch mehreren aggressiven Hirschen, die in der Nähe von London die Angst der Menschen geschürt hätten: „Ein Tier griff einen Mann beim Picknick an, eine Frau wurde durchs Gebüsch gescheucht“, heißt es hier, wobei die Londoner Parkbesucher sogar den Grund für dieses Verhalten der Tiere entdeckt haben wollten – eine miese Laune, die aus einen Mangel an Weibchen resultiere. Wenn das mal kein britischer Humor ist!?
Doch natürlich kommen Elche deutlich muskulöser daher. Und können auch und gerade für Autofahrer zu einer ernsten Gefahr werden. In Schweden existiere doch tatsächlich ein Nationaler Rat für Wildunfälle, wunderte  sich die Welt. Der freilich hängt nicht unerheblich mit der großen Zahl der elchbedingten Unfälle zusammen, die immer wieder Todesopfer unter den Autofahrern fordern. Und auch das Auswärtige Amt warnt alle Nordeuropa und Finnlandreisenden: „Wildwechsel-Warnschilder sind unbedingt zu beachten. Elche oder Rentiere überqueren häufig die Straße, vor allem in der Dämmerung!“
Konkrete Auswilderungspläne seien daher, so VOX, bei den Elchen hierzulande derzeit kein Thema. Es sei auch fraglich, ob dies in der Bevölkerung akzeptiert werde. Denn bekanntlich war ja bereits die Auswilderung der Wisente  im Rothaargebirge im Vorfeld penibel auf etwaige Probleme überprüft worden. Und das, obwohl Projektleiter Uwe Lindner versichert: „Diese scheuen Pflanzenfresser sind für Menschen völlig ungefährlich!“
Bauern indes hatten dennoch Bedenken. Auch Hoteliers, wie der Tagesspiegel berichtet. Die nämlich fürchten, dass womöglich Wanderer aufgeschreckt und damit Gäste verprellt werden. Wir müssen uns also fragen, für wie viel Wildnis wir hierzulande noch bereit sind.