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Menschenaffen vom Aussterben bedroht

Menschenaffen vom Aussterben bedroht

Um seinen Hunger nach Rohstoffen und den Bedarf an Nahrungsmitteln decken zu können, vernichtet der Mensch immer mehr den Lebensraum seiner nächsten Verwandten. Wenn sich an unsere Art der Landnutzung nicht grundlegend etwas ändert, dann sind die Menschenaffen vom Aussterben bedroht, wie die Umweltversammlung der Vereinten Nationen jetzt warnte.

Ölbohrungen, illegaler Wildtierhandel und die Abholzung der Regenwälder – nicht erst seit dem Film „Gorillas im Nebel“ weiß die Menschheit, dass all das leider dafür sorgt, dass die Menschenaffen vom Aussterben bedroht sind. Douglas Cress, der Programmkoordinator des „UN Great Ape Survival Project“ (Grasp) sagte jetzt laut dem Greenpeace-Magazin während der ersten Sitzung der neu eingerichteten Umweltversammlung der Vereinten Nationen: „Bis 2030 werden 99 Prozent ihres Lebensraums in Asien und 90 Prozent ihres Lebensraums in Afrika landwirtschaftlich entwickelt sein. Wenn wir an der Art, wie wir Land entwickeln, nichts ändern, dann werden die Menschenaffen aussterben.“ In dem Bericht „State of the Apes“ (Die Situation der Menschenaffen), der jetzt auf der Konferenz in der kenianischen Hauptstadt Nairobi vorgestellt wurde, heißt es weiter, dass die Suche nach Öl und anderen Rohstoffen eine der größten Bedrohungen für Gibbons, Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos darstellt. Das die Konferenz gerade in Afrika stattfindet, dürfte auch einen prägnanten Grund haben, denn auf diesem Kontinent sind die Menschenaffen besonders bedroht. Hier wurden, unter anderem im Senegal, Kamerun und dem Kongo, die Rohstoffe Gold, Öl und Eisen in Gebieten entdeckt – in Gebieten, in denen die letzten Gorillas und Schimpansen leben. Eine weitere Bedrohung ist aber auch der illegale Handel mit unseren nächsten Verwandten, den Primaten. Die sind laut dem Experten sowohl bei Zoos als auch bei Privatleuten sehr begehrt. Cress ergänzte: „In Asien werden mittlerweile 40 000 Dollar (29 000 Euro) für einen Gorilla geboten.“