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„Krumme“ Früchte und der Umweltschutz

„Krumme“ Früchte und der Umweltschutz

Das Auge ist bekanntlich mit. So sagt man. Tatsächlich neigen viele von uns dazu, Obst, das ein wenig verschrumpelt daher kommt, zurück in die Regale zu legen … ein Trend, der dazu geführt hat, dass rund 40 Prozent unserer Ernte heute vernichtet werden!

Doch sollten wir dem Ertrag unserer Äcker und Streuobstweisen nicht mehr Wertschätzung entgegen bringen? Gerade jetzt, wo wir unlängst das Erntedankfest gefeiert haben!?
Ja, sagten einige, als das Thema von RTL aktuell aufgegriffen wurde. Andere Zuschauer räumten dagegen ein, dass sie selbst Obst, das kleine Warzen oder ähnliche Deformationen aufweist, ins Regal zurücklegen und stattdessen Standardware kaufen.
Tatsächlich sei unser Obst und unsere Ernte nämlich längst katalogisiert worden. Eingeteilt in Extra-Ware, die ohne jeden Makel daher kommt. Zudem gibt es die Klasse 1, die bereits kleine Dellen, hier und da eine fleckige Schale oder aber kleine Warzen aufweist … Klasse 2 wird dann– weil vermeintlich unansehnlich -, zu Säften oder Tierfutter verarbeitet. Dabei handelt es sich auch hier um tadellose Früchte, die beim Verzehr nicht minder sättigend und geschmackvoll wären!
Daher sollen solche Früchte, wie die RTL-Reporter berichteten, demnächst als B-Ware verbilligt angeboten werden. In Österreich bereits gang und gebe, wo diese Produkt-Kategorie als „Wunderling“ verkauft wird.
Auch n-tv.de widmete  sich diesem „krummen Obst und Gemüse“, das dennoch beste Qualität hat. Unter dem Motto „Keiner ist perfekt“ wolle nun auch die Edeka-Gruppe Obst und Gemüse, das kleinere Schönheitsmängel aufweist, zu verbilligten Preisen anbieten. Die REWE Group und Österreich machen es, wie gesagt, schon vor und wollen damit zu mehr Wertschätzung für unsere Ernte anregen. Der Handel mit den Wunderlingen könne , in der Tat, unserer Wegwerfkultur entgegen wirken, glaubt Vienna online. Denn sei nicht jedes Stück Obst und Gemüse ein Wunder der Natur und etwas ganz Besonderes!?
„Wird nicht mehr weggeschmissen“, zeigte sich auch der Focus erfreut darüber, dass dieses Obst mit kleinen Dellen nun (s)eine zweite Chance bekommt. Denn bis dato sei qualitativ einwandfreies Obst und Gemüse immer dann im Müll gelandet, wenn es nur einen kleinen Schönheitsfehler hatte … eine systematische Vernichtung von Lebensmitteln und Ressourcen, der man nun endlich – und das wird auch die Erzeuger freuen (!) -, den Kampf angesagt hat.
Nun gilt es also noch, die teils zögerlichen Verbraucher zu überzeugen. Denn die fürchten, völlig zu Unrecht, Geschmackseinbußen oder argwöhnen, dass diese Produkte, die weniger daher machen, womöglich bereits von anderen Kunden angefasst wurden. Dabei waren es Wind und Wetter und „Mutter Natur“, die den Wunderlingen ihr von der Norm abweichendes Aussehen beschert haben!