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Klimadoppelmoral in der Politik

Klimadoppelmoral in der Politik

Einerseits hört man von den Politikern die Forderung nach mehr Klimaschutz und weniger Energieverbrauch und wenn das Interview vorüber ist, steigen die Herrschaften in ihre Dienstwagen, die selbst absolute Klimakiller sind.

Umweltschützer haben kürzlich erst den Fuhrpark verschiedener Ministerpräsidenten kritisiert. Die größte Co2-Schleuder fährt nach ihren Angaben Gesundheitsminister Daniel Bahr.

Die Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat bereits zum sechsten Mal die Dienstwagen von Bundeskabinett und Landesregierungen untersucht. Dabei wurden unter anderem den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid, die Motorleistung und den Spritverbrauch näher beleuchtet.

Wie die Untersuchung ergab, erfüllt nicht ein einziges Fahrzeug die EU-Empfehlungen zum Co2-Ausstoß, der bei 130 Gramm pro Kilometer liegt. Im Vergleich zu vorherigen Untersuchungen lässt sich nur ein schwacher Trend nach unten verzeichnen.

Am umweltfreundlichsten ist Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) unterwegs. Ihr Wagen stößt lediglich 149 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Beim Gesundheitsminister Bahr sind es hingegen 183 Gramm.

Es gibt aber noch ganz andere Werte, nämlich bei den Landeschefs. So bläst der Dienstwagen von des bayerischen Landeschefs Horst Seehofer (CSU) 278 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Luft. Und auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier lässt sich in einem Dienstwagen chauffieren, der 277 Gramm pro Kilometer ausstößt. Das überschreitet die EU-Vorgabe um 50 Prozent.

Positive Ausnahme ist der Hamburger Innensenator Michael Neumann, der die EU-Vorgabe mit 123 Gramm Co2/km unterschreitet. Schlusslicht ist NRW-Innenminister Ralf Jäger. Sein Dienstwagen bringt es auf stattliche 450 PS und bläst 324 Gramm Co2 pro Kilometer raus.