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Kann es sein, dass unsere Biogasanlagen am Verschwinden der Urwälder eine Mitschuld tragen?

Kann es sein, dass unsere Biogasanlagen am Verschwinden der Urwälder eine Mitschuld tragen?

Der Boom der Biogasanlagen ist schon des Öfteren in den Medien thematisiert worden …So sprach  die Welt bereits 2007 unter dem Schlagwort „Das boomende Biomasse-Business“ von einer wahren Aufbruchsstimmung in der deutschen Landwirtschaft und davon, wie immer mehr Bauern mit den erneuerbaren Energien Geld verdienen.
So mache Landwirtschaft Spaß, wurde seinerzeit ein Bauer zitiert, doch jede Münze hat eben zwei Seiten, und so kommt es, dass sich heute auch kritische Berichte häufen. Und häufig auch die Anwohner Sturm laufen. Denn derzeit scheint es, wie „nordwest radio“ argwöhnt, kaum noch ein Halten zu geben. Wenig Auflagen und die Erwartung auf satte Gewinne würden viele Landwirte dazu verleiten, in solche Anlagen zu investieren: „Im Landkreis Rotenburg gibt es mittlerweile 140 Biogasanlagen“, verkündet der Sender. Doch die Bürger würden nun gegen eine weitere Großanlage protestieren. Zumal diese just in einem Wasserschutzgebiet gebaut werden soll.
Dass der Boom der Biogasanlagen nicht nur ein Segen ist und durchaus negative Auswirkungen auf die Umwelt – und das weltweit () -, drohen, ist unlängst auch von BR-alpha thematisiert worden.
Denn längst sind vielerorts Wiesen und Brachland verschwunden. Heute wogen riesige Maisfelder, wo früher Falter gaukelten und malerische Trampelpfade durchs Kulturland führten. Tatsächlich nämlich kann unser eigenes Ackerland, wie der Sender beklagte, den unersättlichen „Hunger“ der Biogasanlagen nicht mehr stillen. Mit der Folge, dass der Futtermais knapp wird und daher aus dem Ausland importiert werden muss!
Das wiederum könne dann dazu führen, dass in Übersee Urwälder abgeholzt werden, fürchten die BR-alpha Autoren, die zudem eine weitere Gefahr sehen. Denn längst würden sich die Maisspritzmittel auch in den Bächen und im Trinkwasser anreichern. Ganz einfach deshalb, weil auch in sensiblen Zonen (siehe oben) oder aber bis unmittelbar an die Ränder der Bach- und Flussauen Biogas-Mais angebaut würde:
„Energiewende schafft Probleme“, titelt daher taz.de und argwöhnt, dass sich der Stör durch das Thema Biogas in seinem Lebensraum gestört fühlt. Denn Gär-Abfälle aus Biogasanlagen (Landwirte sprechen hier gerne von einem naturreinen Produkt) würden als Dünger auf den Feldern entsorgt. Das Nitrat lande dann zum Beispiel in der Oste und mache Lachs und Stör das Leben schwer.
Die Sache mit dem Energiemais und den Biogas-Anlagen scheint also nicht ohne. Zumal selbst in Landwirtschaftlichen Wochenblättern der oftmals konzentrierte Maisanbau rund um die Biogasanlagen und mögliche Auswirkungen auf die heimische Tierpopulation, wie das Schwarzwild, diskutiert werden.
Nordbayern.de hält gar eine Schweineplage durch den ausufernden Biogas-Mais Anbau für möglich. Hier ist von steigenden Lebensmittelpreisen und einer rapiden Zunahme der Wildschweinpopulation die Rede.
Tatsächlich hat auch der Stern, neben den Spekulanten, den Energiemais bereits als einen der Mitschuldigen an den ständig steigenden Lebensmittelpreisen ausgemacht . Weltweit könnten, durch den Boom beim Biogas, die Anbauflächen knapp werden: „40 Prozent der Maisproduktion in den USA etwa wird für die Produktion von Biosprit verwendet“, fürchten hier die Autoren. Dadurch werde der Maispreis von einem Rekordhoch zum nächsten getrieben: „Seit 2009 haben sich die Börsennotierungen glatt verdoppelt!“
Das wiederum habe dann auch Auswirkungen auf den Fleischpreis, da Mais ein beliebtes Futtermittel ist. Es herrscht also nicht nur eitel Sonnenschein rund um die Biogasanlagen!