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Internationales Projekt zur Erforschung des Seegrases

Internationales Projekt zur Erforschung des Seegrases

Wissenschaftler – unter anderem auch von der Uni Münster – wollen dem Seegras, welches von Unwissenden oftmals nur als lästiges Grünzeug betrachtet wird, nun ein internationales Projekt widmen, welches die Genomsequenz des Großen Seegrases aufklären soll. Bei der Genomsequenz handelt es sich um den „Bauplan des Lebens“ – was soviel bedeutet, dass man der evolutionären Anpassung der Seegräser, deren Vorfahren noch auf dem Land lebten, auf die Spur kommen will. Dies kann man beispielsweise anhand deren Stresstoleranz herausfinden. Wichtig ist aber auch der Aspekt der genetischen Voraussetzungen, um beispielsweise auch höhere Wassertemperaturen tolerieren zu könne.

Letzteres könnte sich insbesondere im Zusammenhang mit der Erderwärmung als wichtig erweisen, denn falls das Seegras nur schlecht mit den steigenden Temperaturen zurecht kommt, könnte ein wertvoller Brutplatz für viele Fische verloren gehen. Als Pionierpflanze könnte das Seegras darüber hinaus auch dafür sorgen, dass bislang unbesiedelte Küsten auch für andere Organismen bewohnbar gemacht werden können. Seegras ist außerdem in der Lage, eventuelle Flutwellen abmildern zu können. Die ökonomische Bedeutung von allen derzeit existierenden Seegraswiesen kann durchaus mit der der Regenwälder gleichgesetzt werden. Sollten die Seegräser in den eher nördlichen Regionen der steigenden Wärme nicht gewachsen sein, könnte man aufgrund der Forschungen eventuell dafür sorgen, dass wärmetolerantere Bestände aus den eher südlichen Regionen als eine Art „genetische Rettung“ in den Norden umgesiedelt werden.