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In Fukushima tut sich was

In Fukushima tut sich was

„Erste Befüllung des Transportbehälters erfolgreich abgeschlossen“, titelt spreadnews.de, so dass uns, nach langer Zeit und einer Kette von Pannen, erstmals gute Nachrichten vom havarierten Atomreaktor im fernen Japan erreicht haben …
Der, und die Ereignisse vom 11. März 2011, werden vom Online Lexikon Wikipedia längst als d i e „Nuklearkatastrophe von Fukushima“ beschrieben, ein Ereignis und „eine Reihe katastrophaler Unfälle und schwerer Störfälle“ (so der O-Ton der Wikipedia-Autoren), das die Welt geschockt und hierzulande dann zur Energiewende geführt hat.
Nun, Monate später und nach vielen Rückschlägen, beginnt die Betreiberfirma Tepco also mit der Bergung der Brennstäbe aus dem havarierten Reaktorblock. Ein schwieriges Unterfangen, wie Süddeutsche.de argwöhnt, bei dem, im schlimmsten Fall, eine neue Katastrophe droht.


Riskantes Unterfangen

Das Hamburger Abendblatt spricht  in diesem Zusammenhang von einem „strahlenden Inhalt“, der „höchste Vorsicht“ erfordert und auch RTL-Chefreporter Peter Kloeppel betonte, dass die Arbeiter dabei, ohne Frage, in großer Gefahr sind. Die ganze Aktion könne Jahre dauern.
Tatsächlich stellen, wie auch abendblatt.de argwöhnt, die 1331 abgebrannten Elemente, die noch immer stark strahlen, seit der Katastrophe ein großes Gefahrenpotenzial im Block 4 dar. Und müssen nun, einer nach dem anderen, mithilfe einer Spezialvorrichtung in einen Transportbehälter gehievt werden.
Unabsehbare Folgen
Nicht mehr beheben lässt sich damit, was bereits alles passiert ist. Tatsächlich nämlich werden die Folgen der Nuklearkatastrophe das Land noch über Generationen begleiten: „Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung“, weiß Wikipedia. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigte sich daher von Anfang an sehr empört über alle Versuche, die dramatischen Ereignisse zu verharmlosen. Ein Szenario, das jenen, die Tschernobyl und die damalige Nachrichtenlage noch selbst erlebt haben, in der Tat vertraut scheint.
Wenn Erinnerungen an Tschernobyl wieder wach werden
Jahrelang sei hier „lediglich“ von 32 Todesopfern in Folge des Super-GAU berichtet worden, blickt greenpeace.de auch hier auf eine gigantische Untertreibung zurück: „In einer überarbeiteten Schätzung, gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2004, wurde die Zahl dann jedoch auf 4000 (!) Todesopfer erhöht.“
Zurück nach Japan: Immerhin findet das Auswärtige Amt hierzu nach wie vor deutliche Worte. Denn das spricht eine Teilreisewarnung für die betroffene Region aus: „Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der engeren Region um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu“, heißt es hier.
Aus radiologischer Sicht sei ein Aufenthalt außerhalb der gesperrten Gebiete in ganz Japan freilich unbedenklich!