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IAA: Autohersteller präsentieren sich umweltbewusst

IAA: Autohersteller präsentieren sich umweltbewusst

Das Thema Umweltschutz ist schon seit einiger Zeit bei vielen Automobilherstellern im Gespräch. Auch bei der diesjährigen IAA mit dem Motto „Sehen was morgen bewegt“ ist dies ein großes Thema. Viele Hersteller präsentieren auf der Frankfurter Automesse neue Ideen und Anregungen wie ihre Autos in Zukunft umweltschonender unterwegs sein könnten. Viele dieser alternativen Antriebsmethoden sind allerdings nur im Konzept vorhanden und noch längst nicht spruchreif.

Eine sehr gute Lösung für das CO2-Emission-Problem, vor allem im Stadtverkehr, bietet Opel mit seiner neuen E-Flex-Technologie. Dabei wird das Fahrzeug nur von einem Elektromotor angetrieben, welcher von einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird. Damit schafft der Stadtflitzer eine Strecke von 55 Kilometern, danach muss er für ca. 3 Stunden an die Steckdose. Berufspendler zum Beispiel könnten so jeden Tag vollkommen emissionsfrei unterwegs sein. Für längere Strecken besitzt er einen 1,3 Liter Dieselmotor, welcher jedoch nicht mit den Rädern verbunden ist sondern lediglich Strom für die Batterie liefert. Nach dem Fahrzyklus (ECE R101) sind Emissionswerte von 40g CO2/km zu erwarten. Neben diesem neuen Antriebsprinzip gehen die Überlegungen von General Motors auch in Richtung Hybrid, Biodiesel E85 und Wasserstoff (Hydrogen 4) als alternative Antriebsmethoden.

Auch Citrôen hat vor in Zukunft neue Wege zu beschreiten. Den ersten Schritt macht der Citrôen Cactus. Mit Hilfe eines Hybrid-HDi soll der Cactus sehr emissionsarm unterwegs sein. Hierbei liefert der Hdi-Diesel eine Leistung von 70 PS und ein Elektromotor bringt zusätzlich noch einmal 30 PS. Damit erzielt der Cactus Normverbrauchswerte von 2,9 l CO2 auf 100 km.

Im Stadtverkehr verfolgt Citrôen ein ähnliches Konzept wie GM mit seiner E-Flex-Technologie. Der Cactus hat einen Zero Emission-Modus, bei dem das Auto nur von dem Elektromotor angetrieben wird. Vor allem auf Stadtfahrten mit häufigen Wechsel von Beschleunigung und Bremsvorgang soll der Hybrid sein volles Potential bei der Rückgewinnung der Bewegungsenergie ausspielen. Auch die Produktion soll laut Citrôen sehr umweltfreundlich funktionieren. Der Verzicht von unnötigen Teilen spart Energie und Material und senkt gleichzeitig das Gewicht des Fahrzeuges. Ebenso sollen für die Konstruktion recycelte und leicht recycelbare Materialien verwendet werden. Jedoch ist der Cactus immer noch ein Concept-car und die Zukunft wird zeigen wie er sich entwickelt und ob er marktreif wird.

Lexus geht weiterhin in Richtung Hybrid und hält diese Technologie für zukunftsweisend. Laut Lexus ist ihre Kombination aus Elektroantrieb und Verbrennungsmotor als Vorreiter auf diesem Gebiet zu betrachten. Letztgenannter soll in der Lage sein externe Energiequellen wie Biokraftstoff, Diesel, synthetische Öle oder Erdgas zur Produktion von elektrischer Energie zu verwenden. Ebenso soll auch Wasserstoff als Antrieb in Frage kommen. Jedoch muss diese Energiequelle erst einmal alltagstauglich werden. Die Grundlage dafür soll schon in der jetzigen Lexus-Hybrid-Technologie gegeben sein.

Auch Autozulieferer Bosch setzt bei seinen Antriebssystemen vor allem auf die Weiterentwicklung und Verbesserungen seiner Dieseltechnologie. Neue Innovationen sind laut Bosch vor allem bei Dieselpartikelfiltern und neuen Keramik-Glühsystemen entstanden. Ebenso sollen Common-Rail-Systeme und Denoxtronic PC/LD Dieselmotoren in Zukunft noch umweltschonender machen, zum einen durch den geringeren Verbrauch und zum anderen durch verbesserte Emissionswerte.

EfficentDynamics heißt die neue umweltschonende Modellpalette von BMW. Der deutsche Automobilhersteller beschränkt sich nicht nur auf neue Antriebsmethoden sondern versucht seine Modelle im ganzen umweltschonend zu produzieren. Reifen mit geringem Rollwiderstand, Bremsenergie-Rückgewinnung, aktive Anpassung er Aerodynamik an die Fahrsituation und der energiesparende Einsatz von Nebenaggregaten sollen die neuen Modelle noch umweltschonender und effizienter machen.

Der Honda Civic Hybrid wurde bereits zwei mal zum saubersten Auto Deutschlands gewählt und 2007 das „Auto der Vernunft“. Neben der Weiterentwicklung der Hybridtechnologie entwickelt Honda auch eine Generation von Fahrzeugen, welche mit Wasserstoff betankt werden. So ist der FCX Concept das erste Fahrzeug welches komplett ohne fossile Brennstoffe auskommt.

Bei VW sieht man die Zukunft eher „Gasklar“ und setzt auf Erdgas als Kraftstoff für die seine Autoflotte. Der Erdgasantrieb soll im Vergleich zur Benzinvariante einen um 20 Prozent gesenkten Ausstoß von CO2 haben. Zudem sind die Mineralölsteuern relativ niedrig und bis 2018 gesetzlich festgeschrieben. Damit spart man auch damit bares Geld. Erdgas als Kraftstoff wird sich mit Sicherheit weiter durchsetzen und das bestehende Netz an Tankstellen, welche Erdgas anbieten wird ständig erweitert.

Das postive Fazit der ersten Eindrücke von der IAA: Die Automobilindustrie macht sich wirklich Gedanken und die ersten Schritte auf einem langen Weg sind gemacht. Hybridantriebe wird es naher Zukunft nahezu von jedem Hersteller geben. Welche anderen alternativen Antriebsmethoden den Weg auf den Markt finden, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Fahrzeuge mit alternativen Antriebsquellen werden teurer sein als ihre Verwandten mit konservativen Antrieben. Die Entwicklung der neuen Technologien verschlingt Unsummen, welche vor allem anfangs auf den Kunden zurückfallen. Jedoch sollte der Beitrag langfristig den etwas tieferen Griff ins Portemonnaie wert sein.