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Horizontalbohren – umweltfreundlich und effizient

Horizontalbohren – umweltfreundlich und effizient

Jeder Naturfreund ist entsetzt und jeder Gartenbesitzer empört, wenn für ein neues Stromkabel oder eine neue Wasserleitung die grüne Idylle jäh zerrissen wird. Bagger wühlen sich durch die Landschaft, hinterlassen noch lange sichtbare Narben in der Vegetation und zahlreiches Getier verkrümelt sich angesichts tage-, wochen- oder monatelangen Lärms und Erschütterungen.

Was im Einzelfall oft noch im Rahmen bleibt, kann bei größeren Vorhaben für Natur und vorhandene Infrastruktur durchaus zum Problem werden. Man denke nur an den weitreichenden Ersatz bisheriger Freileitungen durch Erdkabel oder an künftige Neutrassierungen im Rahmen der Energiewende.

Alternative ist das bereits seit Jahren am Markt etablierte Horizontalbohrverfahren, mit dem je nach verwendetem Gerät fast grabungsfrei Entfernungen bis zu 150 Meter oder gar 500 Meter in einem Arbeitsgang durchörtert werden können. „Fast grabungsfrei“ bedeutet, dass am Anfang und Ende der Bohrstrecke je ein Arbeitsschacht angelegt wird. Die Überwachung der Durchörterung erfolgt durch erfahrenes Personal mittels Bodenortungsgeräten. Dabei werden natürliche oder künstliche Hindernisse erkannt und Beschädigungen am Bohrgerät bzw. Hindernis mit hoher Sicherheit ausgeschlossen. Mit fortschreitendem Bohrvortrieb wird das neue Kabel oder Rohr sofort mit in das Bohrloch eingezogen. Die Anlagen sind hinsichtlich der möglichen Nennweiten flexibel und bei Bodenveränderungen oder anderen Problemen im Untergrund lassen sich beispielsweise auch im Prozess unterschiedliche Bohrköpfe zum Einsatz bringen.

Es gibt verschiedene Systeme für Horizontalbohrungen. Dabei ist das Spülbohrverfahren genauer und im Einsatz flexibler, als die mit Druckluft betriebene und nur für geradlinige Durchörterungen geeignete Erdrakete.

Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Technik und Arbeitsorganisation, sowie der von Baustelle zu Baustelle verschiedenen geologischen Ausgangsbedingungen, lässt sich kein pauschaler Kostenüberblick geben. Selbstverständlich ist ein solches Spezialtiefbauverfahren an sich keine Billiglösung, wenn man nur die Preise je laufenden Meter betrachtet. Zieht man jedoch die gesamte Peripherie konventionell nötiger Arbeiten, Massenbewegungen, Unwägbarkeiten und Folgeleistungen ins Kalkül, so erweist sich das Horizontalbohren oft auch als die preiswertere Alternative. Regional sind inzwischen etliche Anbieter am Markt und es lässt sich gut vergleichen. Weitere Informationen gibt es hier.