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EU will Bauern zu mehr Umweltschutz zwingen

EU will Bauern zu mehr Umweltschutz zwingen

Die Agrar Industrie von Europa soll in Zukunft umweltbewusster arbeiten. Wer nicht an das Klima denkt, muss auf einen Teil der EU-Hilfen verzichten. Nach einer Forderung von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos sollen ein Drittel der Direkthilfen nur dann ausgezahlt werden,wenn die Bauern sich an gewissen naturschonende Auflagen halten.

So soll nach den Plänen ein Bauer die letzten 30 Prozent der Direkthilfen nur dann bekommen, wenn mindestens 3 verschiedene Pflanzenkulturen anbaut und nicht von einer Sorte mehr als 70 Prozent. Ebenso wäre es möglich 7 Prozent der Nutzfläche für Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Würde das jeder Agrarbetrieb machen würden circa so sechs bis sieben Millionen Hektar der landwirtschaftlichen Anbaufläche entzogen.

Diese Neuregelung soll ab 2014 in Kraft treten. Die EU-Agrarpolitik stößt immer wieder auf heftige Gegenwehr der einzelnen Länder. Ciolos will ebenso durchsetzen, dass die Höhe der Hilfen gestaffelt wird, damit kleinere Betriebe mehr Hilfe erhalten als Großbetriebe. Ebenso sollen nicht mehr als 300.000 Euro pro Jahr an einen Betrieb ausgezahlt werden.

Auch die Menge der Arbeitskräfte soll berücksichtigt werden. Wenn die Betriebe umweltschonend arbeiten brauchen sie mehr Arbeitskräfte pro Hektar. Derzeit machen die Subventionen für die Landwirtschaft und Fischerei rund 47 Prozent des gesamten EU-Haushaltes aus. Rund 58 Milliarden Euro fließen jedes Jahr in die Agrar-Industrie.