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Arktikkonferenz soll Eisbären schützen

Arktikkonferenz soll Eisbären schützen

Seit vielen Jahren schon ist der Pandabär das Wappentier des World Wide Fund of Nature (WWF). Angesichts des Klimawandels und der stetig voranschreitenden Schmelze an den Polarkappen, sollte man darüber nachdenken, ob nicht der Eisbär besser passen würde.

Seit gestern tagen im norwegischen Tromsø die Vertreter der fünf Arktis-Anrainerstaaten Norwegen, Dänemark/Grönland, USA, Kanada und Russland um über Naturschutzmaßnahmen und die Auswirkungen der wirtschaftlichen Erschließung der Arktis zu debattieren. Umweltschützer verlangen auch großflächige Eisbär-Schutzgebiete rund um den Nordpol, in denen es keine Förderung von Öl oder anderen Bodenschätzen geben dürfe.

Weil Eisbären kein Revier in diesem Sinne haben und jährlich mehrere Tausend Kilometer durch das ewige Eis zurücklegen, sind die Bestände sehr schwer zu zählen. Experten schätzen den Bestand auf 20.000 bis 25.000 Tiere, die in 19 verschiedenen Populationen leben. Über die Hälfte lebt in der kanadischen Polarregion. Doch dort, wie auch in anderen Polarregionen, schmelzen den Eisbären die Eisberge und Gletscher davon. Diese benötigen die Tiere aber als Grundlage für die Jagd auf Robben. Mit aktuellen Zahlen und Berichten belegte das norwegische Polarinstitut  den Rückgang der Eisfläche und die Auswirkungen des Klimawandels. Auch Öl- und Gasförderung, die Öffnung der Schifffahrtswege, Infrastrukturprojekte und Tourismus werden auf der Konferenz besprochen.

Für die Umweltschützer ist klar, dass es höchste Zeit zum Handeln ist. Besonders in Kanada, das bisher wenig gegen Treibhausgasemissionen getan hat, gibt es als wichtigstes Eisbärenland großen Handlungsbedarf. Ein Aktionsplan für eine nachhaltige Politik wird erwartet.