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Teurer Handyschrott: 100 Millionen Smartphones lagern in Deutschland

Teurer Handyschrott: 100 Millionen Smartphones lagern in Deutschland

Mindestens aller zwei Jahre bekommen wir von unseren Mobilfunkanbieter ein neues Handy angedreht. Das Alte ist aber noch gar nicht kaputt, also landet es erst einmal im Schrank. Man kann es ja schließlich sicher irgendwann noch einmal gebrauchen. Die Folge: Teurer Handyschrott, denn in Deutschland lagern mittlerweile rund 100 Millionen Smartphones im Haushalt, ohne genutzt zu werden.

Waren es 2010 noch 72 Millionen alte Handys, die in deutschen Schränken auf eine Wiederauferstehung warteten, so sind es mittlerweile laut dem IT-Verband Bitkom 100 Millionen Smartphones in Deutschland. Vor einem Jahr ging das Umweltbundesamt noch von 85 Millionen ungenutzter Handys aus und errechnete auf dieser Grundlage, dass in deutschen Haushalten mehr als 21 Tonnen Silber, zwei Tonnen Gold, 765 Tonnen Kupfer und vieles mehr lagern. Teurer Handyschrott eben, der dazu führt, dass immer mehr frische Erze und seltene Erden gefördert werden müssen, um den Hunger der Industrie nach neuen Geräten und nach noch mehr Absatz stillen zu können. Da sollte man meinen, dass sich mit dem Recycling der alten Geräte noch jede Menge Geld machen ließe, aber weit gefehlt, denn es ist laut der Wirtschaftswoche einfacher ein Gerät zu verschrotten, als es zu recyceln. So kaufen Firmen wie Zonzoo oder wirkaufens die Geräte lieber, um sie weiter zu verkaufen oder um aber doch die Rohstoffe wieder zu verwerten. Allerdings stagnieren die Recyclingraten seit Jahren bei wenig mehr als zehn Prozent. Und auch das CO2-Äquivalent, das ein solches Gerät während seiner zweijährigen Lebenszeit erzeugt, ist enorm. Die Forscher James Suckling und Jacquetta Lee von der britischen Universität Surrey haben in einem kürzlich im International Journal of Life Cycle Assessment erschienen Artikel vorgerechnet, dass ein durchschnittliches Handy ohne Netzwerk- und Internetnutzung über seinem Lebenszyklus schon etwa 48 Kilogramm CO2-Äquivalent erzeugt. Das macht bei 30 Millionen verkauften Geräten in Deutschland rund 1,44 Millionen Tonnen CO2.