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Wenn das nasskalte Wetter uns Menschenfür Meister Adebar zur Gefahr wird!

Wenn das nasskalte Wetter uns Menschenfür Meister Adebar zur Gefahr wird!

Er ist nicht nur ein Symbol für die Fruchtbarkeit und bringt, im Volks- und Kinderglauben, den Nachwuchs, sondern ist auch in Redewenden allgegenwärtig. Als Storch im Salat, wenn jemand, mit allzu kurzen Hosenbeinen und einem gesteltzten Gang, daher kommt …
Auch unsere Überraschung tun wir mit seinem Namen kund, wenn wir „Da, brat mir aber einer einen Storch sagen!“ Nun jedoch ist Meister Adebar von der Witterung selbst auf dem falschen Fuß überrascht worden: „Meister Adebar in großer Not“, titelt die Neue Presse Coburg und verweist darauf, dass sich viele Nester durch die Regenfälle der vergangenen Wochen, gleich einem Schwamm, vollgesogen hätten. Alles wäre derart triefend und nass, dass es die Altstörche nicht einmal mehr mit ihrem Gefieder schaffen, den Nachwuchs zu wärmen!
Ja, der kalte und nasse Mai habe bereits erste Auswirkungen auf die heimische Vogelwelt, bestätigt  auch der NABU Deutschland. Die erste Brut von Amsel, Meise und Co. sei teilweise verhungert und/oder erfroren. Tatsächlich scheint die Lage dramatisch und häufen sich, so die Naturschützer, die besorgen Anrufe der Bürger. Sorgen, die die Experten durchaus teilen: „Die anhaltend nasskalte Witterung und die Anwendung von Bioziden in den Monokulturen führen dazu, dass kaum Insekten fliegen“, erklärt Bernd Ludwig, Ornithologe im NABU Brandenburg, die ganze Dramatik der Lage. Derzeit würde die Nahrungsgrundlage für viele Brutvögel schlichtweg fehlen.
Verluste und Artenrückgänge „inklusive“, denn auch eine zweite oder gar dritte Brut wird diesen miserablen Frühling wahrscheinlich nicht mehr wettmachen. Wobei das Wetter und seine Kapriolen derzeit auch den Fernsehsendern die eine oder andere Meldung wert sind. Viele Wiesen wären nicht mehr von Bächen zu unterscheiden, beschrieb RTL aktuell die Hochwasserlage, die auch für uns Menschen mitunter zur Gefahr wird. Denn ein Mann, der seinen abgetriebenen Hund retten wollte, kam selbst ums Leben!
Auch bei vielen Campern heißt es derzeit „landunter“. Wenig verwunderlich also, dass alle nach besserem Wetter gieren. Darauf ist laut Ludwig, Landeskoordinator für den Weißstorchschutz in Brandenburg, auch Meister Adebar dringend angewiesen. Im Storchendorf Rühstädt sei bisher zwar noch alles normal, man habe allerdings auch nicht solche Regenmassen abbekommen, wie sie andernorts gemeldet würden, berichtet Kathleen Awe, Leiterin des dortigen Besucherzentrums. Sollte sich das Wetter freilich in den kommenden Tagen nicht zügig bessern, werden vom NABU auch hier Verluste befürchtet. Denn zum Futtermangel (Störche ernähren sich unter anderem auch von Großinsekten) käme die Gefahr der Verklammung: „Wenn Wasser in den Nestern nicht richtig ablaufen kann, werden die Jungvögel nass, können, wenn es schlimm kommt, sogar ertrinken, kühlen zumindest völlig aus!“
Zeit also, dass Petrus ein Einsehen mit uns Menschen und der gefiederten Schar hat.