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Verstrahltes Meer vor Fukushima

Verstrahltes Meer vor Fukushima

Die Atomkatastrophe in Japan hat nun nachweislich das Meer vor dem AKW in Fukushima erreicht. So findet sich das Isotop Jod-134 im Wasser, welches nun auch ins offene Meer gelangt ist. Die Strahlenwerte übersteigen die zulässigen Grenzwerte um 1850-fache.

Die aktuellen Messwerte sollten mit Vorsicht zu genießen sein, da sie von der japansichen Regierung durchaus geschönt worden sein könnten, ebenso wie die Korrektur von einer 10-millionenfachen Strahlendosis im AKW auf eine „nur“ 100-tausendfache Strahlenbelastung über dem Grenzwert.

„Wahrscheinlich läuft das Kühlwasser unkontrolliert ins Meer“, sagt Detlef Schulz-Bull vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde. Ebenso sorgt der Westwind dafür, dass eine große Menge der Strahlung aufs Meer hinaus getragen wird. Das ist nicht unbedingt positiv zu sehen: „Der Effekt der Verdünnung ist nicht unbedingt positiv, weil sich die Radioaktivität so kaum mehr bekämpfen lässt“ so Schulz-Bull, Professor für Meereschemie

Radioaktives Jod, Cäsium, Ruthenium und Tellur wurden bei Stichproben im Meer gefunden. Vor allem Jod und Casium sind leicht wasserlöslich und verteilen sich mit der Strömung besonders schnell. Auch die umliegenden Küsten könnten hoch kontaminiert sein.

Besonders gefährlich wird es, wenn die die Strömung die strahlenden Isotope nach Norden in das Beringmeer transportiere, denn dort findet sich ein Fischgrund mit weltweiter Bedeutung. Der Mensch führt nun Messkontrollen und Importverbote ein, was den Fischen allerdings nicht weiter hilft, denn ihr Erbgut wird trotzdem verändert und Krebs könnte die Population dezimieren.