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Pferdefleisch-Skandal: Kriminell oder inkompetent, das ist hier die Frage!?

Pferdefleisch-Skandal: Kriminell oder inkompetent, das ist hier die Frage!?

Und wieder ein Lebensmittelskandal. Diesmal in Großbritannien. Hier wurde Pferdefleisch kurzerhand als Rind deklariert und auf den Markt gebracht. Und so sollen tausende ahnungslose Briten Lasagne mit Pferdefleisch verzehrt haben …

Logisch, dass auch bei uns in Deutschland das mediale Echo groß ist. So berichtet der Stern davon, dass der Skandal weite Kreise ziehe und beruft sich dabei auf den britischen Umweltminister Owen Paterson, der weitere schlechte Nachrichten nicht ausschließen will. Und entweder von Inkompetenz oder aber von einer hoch-kriminellen Energie und Vereinigung ausgeht.
Damit titelt auch RP Online, nämlich „Briten wittern Verschwörung“. Auf jeden Fall weite sich der Skandal aus, und die schwedische Lebensmittelaufsicht ermittle schon. Und auch Rumänien leitete laut Handelsblatt eine Untersuchung von Schlachthöfen ein.
Gute Nachricht in all dem Chaos: „Wohl kein Pferdefleisch nach Deutschland importiert“, titelt handelsblatt.com unter Berufung auf das NRW-Verbraucherschutzministerium. Doch stimmt das wirklich? RTL jedenfalls fragt: Pferdefleisch-Skandal auch in Deutschland? Denn: „Nicht nur in England gibt es Fälle, auch in Irland, Schweden und Frankreich!“ Daher sei zu befürchten, dass noch weitere Länder betroffen sind, womöglich eben auch Deutschland. Hier zitiert man unter anderem die Verbraucherzentrale Hamburg (http://www.vzhh.de/ernaehrung/296739/pferdefleisch-in-lasagne.aspx), die ein Überschwappen nach Deutschland zumindest nicht ausschließen will. Die Lebensmittelüberwachung untersuche bei Rindfleischprodukten nämlich nicht routinemäßig auf Pferdefleisch, „da es nicht verboten ist, Pferdefleisch – bei entsprechender Kennzeichnung – einzusetzen!“
Paterson sieht im Greenpeace Magazin, als Alternative zur kriminellen Verschwörung, denn auch die Möglichkeit eklatanter Inkompetenz. Doch ohne Frage: „Ein Produkt als Rindfleisch zu verkaufen, was sehr viel Pferdefleisch enthält, ist Betrug!“
Wobei Pferdefleisch an sich natürlich auf dem Markt ist und durchaus auch seine Fans hat. Ja, es gebe, wenngleich wenige, Rossfleischereien in Deutschland, bestätigen Hamburgs Verbraucherschützer: „In der normalen Fleischerei und im Supermarkt findet man dagegen praktisch keine Pferdefleischprodukte, da viele Verbraucher Pferdefleisch ablehnen!“
Pferdeinnereien seien dagegen nicht zum Verkauf zugelassen. Auch beträgt der Verzehr von Pferdefleisch, laut Schätzungen, in Deutschland nur 0,05 Kilogramm pro Jahr und Person. Italiener, Belgier und Franzosen dagegen scheinen den Geschmack zu mögen. Laut Verbraucherzentrale Hamburg ist Pferdefleisch rot bis dunkelrot und schmeckt etwas säuerlich.
Auch hier betont man, dass beim Verkauf von Fleisch immer die Tierart angegeben werden muss: „Fleisch von Pferden muss also als „Pferdefleisch“ oder verarbeitet als „Rossbratwurst“ gekennzeichnet werden!“ Und auch in Fertiggerichten wie Lasagne müsste in der Zutatenliste, wenn denn verarbeitet, „Pferdefleisch“ aufgeführt werden.