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Greifen die Gesetze zur Begrenzung der Treibhausgase überhaupt noch?

Greifen die Gesetze zur Begrenzung der Treibhausgase überhaupt noch?

Gut gemeint, muss nicht immer gut gemacht sein. Das gilt womöglich auch für den Klimaschutz, wo manager-magzin.de von bizarren Verhältnissen spricht und davon ausgeht, dass der Bedarf an Emissionszertifikaten allzu großzügig kalkuliert ist …
Laut Niedersächsischem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz zählen Kohlenstoffdioxid und Methan, aber auch die so genannten Fluorkohlenwasserstofe zu den wichtigsten klimarelevanten Gase: „Diese Gase werden zum Teil seit der Industrialisierung in verstärktem Maße in die Atmosphäre abgegeben!“
Dabei entstehe CO2 hauptsächlich beim Verfeuern fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas), aber auch bei der Verbrennung von Biomasse. Hier jedoch kommt, wie ein Ministeriumssprecher erklärt, ein natürlicher Kreislauf zum Tragen. Denn beim Verfeuern von Biomasse wird eben nur so viel Kohlenstoff freigesetzt, wie die Pflanze während ihres Wachstums gebunden hat: „Darüber hinaus ist Biomasse ein nachwachsender Rohstoff. Wird dieser maßvoll eingesetzt, so ist er grundsätzlich dauerhaft von der Natur erneuerbar!“
Es ist also der Verbrauch fossiler Brennstoffe, der eingedämmt werden muss. Zudem müssten natürlich, um unser Klima dauerhaft zu schützen, die Industrie und das Gewerbe „an die Leine“ gelegt werden. Dazu gibt es verschiedene Instrumente und Anreize, wie den so genannten Emissionsrechtehandel. Die scheinbar zündende Idee dieses Emissionshandels bestand ursprünglich darin, der Industrie eine begrenzte Zahl von Gutschriften für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid zur Verfügung zu stellen und sie dann mit diesen Emissionszertifikaten handeln zu lassen. Das freilich laufe, wie „manager magazin online“ kritisiert, nicht wie gewollt, so dass Autor Arvid Kaiser von einem „Klimaschutz bizarr“ spricht.
Sogar die „Mutter“ des Handels mit Emissionen, die EU, würde ein „heilloses Durcheinander“ und ein Überangebot an Zertifikaten einräumen. Was dann die Preise auf historische Tiefs gedrückt hat: „Das Recht, eine Tonne CO2 in die Luft zu blasen, kostet aktuell rund fünf Euro“, schreibt Kaiser, der bestimmte Zertifikate sogar bei 35 Cent und damit knapp über Null sieht. Sein Fazit: „Ein total verrückte CO2-Markt“, in dem Kohlekraftwerke boomen und Industriekonzerne Extragewinne kassieren. Ein Anreiz zum Einsparen von Emissionen (wie seinerzeit, 2005 beabsichtigt) bestünde kaum (noch) – und sogar Stromriesen würden eine radikale Reform fordern!
Wie das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz bestätigt, stammen in der Tat in Deutschland mehr als 97 Prozent der CO2-Emissionen aus der Energienutzung. Industrie und Verkehr sowie private Haushalte tragen, natürlich, ihren Teil dazu bei. Den größten Batzen an Kohlendioxid „beschert“ uns jedoch die Energiewirtschaft – im Jahre 1999 immerhin 41,4 Prozent.
Doch was bedeutet es, wenn wir zu viel klimaschädliche Gase in die Luft pusten? Welche Folgen drohen? Tatsächlich könnte es, laut einem Info-Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz, auf unserem Planeten zum Arbeiten irgendwann fast zu schwül sein. Zunehmende Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit können in den kommenden Jahrzehnten die Arbeitskraft der Menschen deutlich einschränken, heißt es hier unter Berufung auf US-Forscher und deren Artikel im Fachblatt „Nature Climate Change“. Demnach drohe in vielen Regionen der Erde ein echter Hitzestress, und „bis zum Ende des Jahrhunderts könnte es in den Sommermonaten in Washington heißer werden als es heute in New Orleans ist, das dann wiederum einen Hitzestress erleben könnte, der heutzutage die Bewohner Bahrains plagt!“