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Feuerteufel auf Sumatra

Feuerteufel auf Sumatra

Die brennenden Wälder in Indonesien bedeuten für die gesamte Region eine Gefahr, weshalb Nachbarländer nun schärfere Maßnahmen dagegen fordern. Allein der Rauch stellt eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit dar. 138 Brandrodungen auf dem Inselstaat Indonesien setzen vor allem auch der Nachbarnation Malaysia zu, wo seit Beginn dieser Woche die ganze Region in Qualm getaucht ist. In Singapur stinkt es sogar in den vollklimatisierten Räumen.

Die Ursache ist bei den Betreibern von Ölpalmplantagen zu finden, die während der Trockenperiode zum Feuerzeug greifen. So sollen im Moment etwa 500 Hektar in Flammen stehen. Diese Zahl ist von den Behörden in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, zugegeben worden. Wie in jedem Jahr spielt man die umweltschädlichen Zustände jedoch herunter. Bei den 22 Flammenherden soll es sich nicht nur um Buschfeuer sondern auch um Torfböden handeln, die angezündet wurden. Es bleibt zu fragen, warum die Behörden nicht in entsprechendem Maß einschreiten, um zu verhindern, dass jedes Jahr der Urwald vernichtet wird.

Anders als bei anderen Arten der Rodung, ist es schlicht billiger, die Wälder abzubrennen. Dazu scheint ein gewisses Maß an Korruption zu kommen. Umweltschützer meinen, dass die vor Ort zuständigen Beamten mit den Plantagenbesitzern unter einer Decke stecken und sich nicht an die Vorgaben aus der Hauptstadt halten.

Im benachbarten Stadtstaat Singapur ist man verärgert. So äußerte sich Gesundheitsminister Vivian Balakrishnan mit den Worten: „Niemand hat das Recht, die Luft auf Kosten der Gesundheit Singapurs zu verschmutzen“. Nicht nur, dass Jakarta jede Verantwortung für die Rauchwolken über Singapur und Malaysia zurückweist, man konterte auch damit, dass sich Singapur sehr kindisch benehme. Angeblich seien es sogar Konzessionäre aus Singapur, die für die Feuer in Sumatra verantwortlich zu machen sind.

Dem will Singapur nun mittels Satellitenaufnahmen und Landkarten auf den Grund gehen um herauszufinden, welche Firmen ihre Finger dabei im Spiel haben. Hilfe aus Indonesien selbst gibt es dabei wohl nicht. Die südostasiatische Staatengemeinsch Asean traf im Jahr 2002 ein Abkommen zur Verhinderung lokaler Luftverschmutzung. Indonesien und die Philippinen sind die einzigen Nationen, die es bislang nicht unterzeichneten.