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Erderwärmung: Schuld am Kälteeinbruch?

Erderwärmung: Schuld am Kälteeinbruch?

Dieser Winter war ja nicht gerade das, was wir aus dem Bilderbuch kennen. Auch der Kälteeinbruch der letzten Wochen könnte eine Folge der globalen Erderwärmung sein. Mehrere Studien legen diesen paradoxen Zusammenhang nahe.

Bereits 2009 hatte Klimatologen Wladimir Petuchow vom Potsdam-Institut anhand von Computer-Simualtionen entdeckt, dass die schwindende Eisbedeckung Eisbedeckung der Arktis und des Polarmeers, die Ursache für die Kältewellen der letzten Winter sein könnten.

Die Wissenschaftler berechneten, wie der Rückgang des Meereises in der Barentssee und der Karasee das Klima der angrenzenden Kontinentalregionen beeinflussen könnten. Denn das Eis wirkt wie eine Isolierung, die das Meerwasser von der Atmosphäre trennt. Bei einer großen Ausdehnung entsteht ein Tiefdruckgebiet mit einem stabilen Strömungsfeld. Dadurch bleibt die kalte Polarlift auch in der Polarregion “gefangen“.

Fehlt diese Eisschicht, absorbiert das Meer die Sonnenstrahlen, wodurch sich das Wasser im Sommer stärker erwärmt. Dadurch werden die unteren Luftschichten ebenfalls erwärmt und es kommt zu starken Luftströmungen in der Polarregion. Indiz dafür war der Winter 2005/6, als das Eis der Region drastisch zurückging.

Das Nordpolarmeer hatte eine Temperaturerhöhung von bis zu fünf Grad zu verzeichnen. Das destabilisierte den Polarwirbel, so dass kalte Luft aus der Arktis bis nach
Nordamerika, Nordeuropa und Nordostasien vordrang.

„Diese Störungen könnten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens extrem kalter Winter in Europa und Nordasien verdreifachen“, erklärte damals Studien-Hauptautor Petuchow. „Harte Winter widersprechen nicht dem Bild globaler Erwärmung, sondern vervollständigen es eher.“