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Marschallinseln: So geht die Energiewende im Entwicklungsland

Marschallinseln: So geht die Energiewende im Entwicklungsland

Während wir uns hier noch keine allzu großen Sorgen um den Klimawandel machen müssen, auch wenn wir die Auswirkungen mit langen Dürreperioden und heißen Sommern natürlich schon jetzt spüren, geht es für kleine Inselgruppen wie die Marschallinseln schon ans Eingemachte. Bis 2050 will man nun hier überhaupt keine Treibhausgase mehr produzieren. So geht Energiewende im Entwicklungsland.

Gut, auch wenn man die Marschallinseln im Pazifischen Ozean nicht mit riesigen Industrienationen wie China oder den USA vergleichen kann, so könnte deren Vorstoß zur Energiewende jetzt zumindest für andere Entwicklungsländer eine Signalwirkung haben. Durch den Klimawandel und dem damit verbundenen Abschmelzen der Polkappen steigt der Meeresspiegel kontinuierlich. Die kleine Inselgruppe östlich von Australien liegt durchschnittlich nur zwei Meter über dem Meeresspiegel und ist schon jetzt von Überschwemmungen bedroht. Um seinen Teil zur Energiewende beizutragen, hat die kleine Republik nun einen ambitionierten Plan vorgestellt: Bis 2025 will man hier die Kohlenstoffdioxid-Emissionen um ein Drittel senken. Der Außenminister der Marshallinseln, Tony de Bruem, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Und wir zielen auf eine 45-Prozent-Reduzierung bis 2030.“ Bis 2050 soll die Treibhausgas-Produktion den Wert Null erreichen. Damit sind die Marschallinseln die erste Inselgruppe, die ein Versprechen zur Drosselung ihres CO2-Ausstoßes abgibt. Das kleine Land zählt mit diesen Plänen zu den ersten Entwicklungsländern, die den Ausstoß tatsächlich reduzieren und nicht nur dessen Zunahme verlangsamen wollen. Bleibt nur zu hoffen, dass diesem Vorbild bis zur Klimakonferenz vom 30. November bis zum 11. Dezember in Paris noch weitere Staaten folgen werden.