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Wie geht es in Sachen Klima und Klimaschutz weiter?

Wie geht es in Sachen Klima und Klimaschutz weiter?

Nun sei es offiziell: „4000 Fluggesellschaften und andere Nutzer müssen künftig für den Ausstoß ihrer Flugzeuge Emissionsrechte kaufen!“ So titelte  die Frankfurter Allgemeine August 2009. Das koste nach einer Studie bis zu 3 Milliarden Euro im Jahr, „und regt zu Ausweichreaktionen an.“
Tatsächlich waren und sind die Emissionszertifikate immer wieder eine Schlagzeile wert. Und so widmet sich auch das Online-Lexikon Wikipedia dem Emissionsrechtehandel und all seinen verwandten Begriffen (wie Emissionshandel oder auch Handel mit Emissionszertifikaten), einem Instrument der Umweltpolitik, das das Ziel verfolge, „Schadstoffemissionen mit möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten zu verringern!“ Doch ist das Instrument wirklich so gut und wirkungsvoll, wie es zunächst publik gemacht und angedacht wurde?

Denn Ziel des EU-Projektes war und ist es ja, das Klima zu schützen und den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen zu reduzieren. Damit den Eisbären, den größten Landraubtieren unserer Erde, eben nicht Lebensraum und Jagdrevier unter den Füßen weg taut! Damit in Südeuropa Hitzewellen und Dürreperioden eben nicht zu einem alljährlichen Problem werden.

Tatsächlich könnten, infolge des Klimawandels, der laut Greenpeace bereits Realität und in vollem Gange ist, Trockenperioden mit sintflutartigen Niederschlägen abwechseln: „Flüsse treten über ihre Ufer, denn die Böden können nach Dürreperioden kaum mehr Wasser aufnehmen!“ Mit zunehmender Erwärmung des Klimas werden sich solche Wetterextreme häufen, sind sich die Experten einig. Und: „Immer mehr Menschen werden durch die Ausbreitung der Wüsten, zunehmende Hochwasser und Stürme oder durch den steigenden Meeresspiegel in Zukunft aus ihrer Heimat vertrieben!“

Düstere Aussichten also. Und nicht wenige glauben, wie ein Beitrag auf „Wirtschafts Woche Green“ ausführt, dass das System allmählich einem übermüdeten, zahnlosen Tiger gleich kommt. Denn: Die Preise für CO2-Zertifikate lägen derzeit mit unter fünf Euro im Keller: „Viel zu niedrig, um Investitionen in klimaschonende Technologien zu anzustoßen“, so die Klage vieler Experten und Politiker.

Hier könnte eine Reduktion der Zertifikate den Preis wieder anheben. Denn derzeit sind, wie die Experten beklagen, in der Tat zu viele Zertifikate auf dem Markt, die aufgrund der Nachwirkungen der Wirtschaftskrise und reduzierter Fertigungsprozesse nicht (mehr) gebraucht werden. Im Februar titelte wallstreetjournal.de daher mit der Meldung „EU will Klimazertifikate verknappen“. Doch tatsächlich sanken, so das Portal, die Preise weiter in den Keller: „Nach der Abstimmung kostete der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid nur etwas über vier Euro, nachdem am Vortag noch über fünf Euro gezahlt werden musste!“ Dabei glauben Experten, dass erst Preise jenseits der 20 Euro wieder Ansporn zu einem engagierteren Handeln in Sachen Klima(schutz) wären …

Sydneys Kardinal George Pell soll die Klimazertifikate ohnehin einmal mit dem vorreformatorischen Verkauf von Ablassbriefen gleichgesetzt haben: Die Kosten für den Kampf gegen die globale Erwärmung würden anfänglich wohl den „Großverschmutzern“ aufgeladen, von diesen aber an die Endkunden weitergereicht, zitiert kath.net den australischen Kirchenmann.