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Wie der Wintertourismus Gletscher ruiniert

Wie der Wintertourismus Gletscher ruiniert

Laut RTL aktuell haben Sölden und das Stubaital die diesjährige Skisaison schon eröffnet. Freilich nur auf den Gletschern, da die Schneehöhen andernorts für den Wintersport noch lange nicht ausreichen …
Genial, und es habe schon lange in den Gliedern gekribbelt, diktierte ein Skifan den Reportern in die Mikrofone. Doch können wir wirklich ruhigen Gewissens hoch droben auf den Gletschern wedeln und rodeln?

Nein, sagt „Kids für die Umwelt“ und will zumindest die Jugend zum Umdenken anregen. Schließlich seien gerade die Gletscher eine wertvolle Trinkwasserreserve „und schon beim Bau einer ganz „normalen“ Skipiste müssen unzählige Bäume mitsamt ihren Wurzeln herausgerissen werden!“
Außerdem müssten manchmal sogar Felsen gesprengt und Flüsse umgeleitet werden. Nein, Skifahren sei, ökologisch betrachtet, kein ideales Hobby. Tatsächlich fragt sich auch utopia.de, wie schädlich Skifahren wirklich ist und interviewte dazu Tobias Luthe, den Umweltreferenten des Deutschen Skiverbandes. Der räumt zwar Umweltschäden ein, glaubt jedoch, dass Themen wie Nachhaltigkeit auch beim alljährlichen Ski-Zirkus zunehmend an Gewicht gewinnen. Denn die Wintersportregionen wüssten ganz genau, dass die Landschaft ihr eigentliches Kapital sei!
So positiv indes will es der WWF nicht sehen, der ein Broschüre zum Thema „Wintersport und die Gefahren für die Natur“ publiziert hat: Klettern und Mountainbiken, aber auch Skifahren, Snowboarden und Schneeschuhwandern würden in den letzten 20 Jahren rasant zunehmen, erklärt man hier den jugendlichen Lesern. Mit fatalen Folgen. Denn „wir stören so die Tierwelt oder schädigen die Pflanzen

, weil wir immer mehr in Gebiete vordringen, die bisher im Winter unberührt waren!“
Dadurch besteht in der Tat die Gefahr, dass die dort lebenden Tiere und Pflanzen ernsthaft geschädigt werden. Denn gerade von Skifahrern, die sich abseits der Pisten tummeln oder Wanderern, die auch in unwegsames Terrain vordingen, könn(t)en Wildtiere aufgeschreckt werden. Ein Stress, der laut WWF gerade im Winter tödlich sein kann: „Bei der Flucht im Schnee verbrauchen sie viel Energie und verringern so ihre Aussichten, den Winter zu überleben.“
Sind die Alpen noch zu retten, fragte daher Heinz Sielmann, der Altmeister des Naturfilms, bereits vor einigen Jahrzehnten. Seinerzeit wurde dann auch die Zerstörung dieser einmaligen Hochgebirgswelt durch Verkehr und Tourismus dokumentiert.
Dass es um unsere Berge und Gletscher nicht gut gestellt ist, argwöhnte der Spiegel jedenfalls schon vor einigen Jahren. „Das Eis geht, die Palmen kommen“, titelte das Polit-Magazin seinerzeit. Nein, die letzten deutschen Gletscher seien wohl nicht mehr zu retten. Was die Erwärmung den Alpen sonst noch bringt, solle und wolle nun ein EU-Projekt herausfinden. Der oberste Uno-Umweltschützer warne jedenfalls schon vor den Auswirkungen auf Talsperren, Kraftwerke und die Landwirtschaft!
„Voraussetzung für die Entstehung eines Gletschers ist vor allem eine niedrige Temperatur, die langfristig anhält, damit es zum Schneefall kommt“, erklärt das Portal gletscher-info.de. Ein einmaliges Naturphänomen, dessen Untergang nun viele vorhersagen : „Wenn die globale Erwärmung wie bisher fortschreitet, werden die Alpengletscher gegen Ende dieses Jahrhunderts fast verschwunden sein“, glaubt Greenpeace-Klimaexperte Wolfgang Lohbeck und sieht damit auch Europas Trinkwasserreserven in Gefahr.
Weltweit würden die Gletscher, in der Tat, immer kleiner werden und zum Teil auch ganz verschwinden, bestätigt auch planet-wissen.de. „Berge ohne Eis“, malt sich daher Greenpeace ein Schreckensszenario aus und vergleicht die Gletscher mit einem Fieberthermometer, das uns zeigt, wie wir unsere Erde überhitzt haben: „Kaum irgendwo lässt sich so deutlich ablesen, was mit unserem Klima geschieht, wie hier!“