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Warum Grünschnitt im Wald illegal und ein ganz großes Problem ist!

Warum Grünschnitt im Wald illegal und ein ganz großes Problem ist!

Das Wandern ist des Müllers Lust? Nun, diese Lust am Waldspaziergang kann leicht ausgebremst werden, wenn die Lichtungen mit Müll übersäht sind und/oder auch die lauschigsten Plätzchen von uneinsichtigen Zeitgenossen als Sperrmülldeponie genutzt werden!

Doch auch natürliche Substanzen, scheinbar kompostierbar, können für den Wald zu einem Problem werden: „Grünschnitt im Wald ist Müll“, titelt daher der Vlothoer Anzeiger und weiß, dass die Förster den Biomüll immer wieder mühsam bergen müssen: „Den Leuten fehlt das Unrechtsbewusstsein, sie glauben, dass Bioabfälle dem Wald nicht schaden, ja diesen sogar düngen“, zitiert man hier Förster Johannes Landwehrmann.

Doch auch die Rhein Zeitung bestätigt: „Grünschnitt gehört nicht in den Wald!“ Wer Gartenabfälle und Grünschnitt einfach in Feld und Flur entsorge, begehe eine Ordnungswidrigkeit: „Dies kann für den Verursacher ein Bußgeld von mehreren hundert Euro, in extremen Fällen bis zu 50 000 Euro zur Folge haben.“

Und tatsächlich ahnen wohl viele, dass ihr Tun illegal ist. So konnte ich als Hundehalter und Naturfotograf (oftmals grüngewandet und damit „verdächtig“, ein Förster zu sein) schon zigmal beobachten, wie jene, die mit ihren Kombis zum Entsorgen des Schnittgutes vorfahren, hastig Reißaus nahmen, wenn ich mit meinem Vierbeiner unverhofft aus dem Wald kam … und das nahe am Saarbrücker Waldfriedhof und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Wohnhäusern. Mit unabsehbaren Folgen und Problemen. Denn natürlich werden Wildschweine von diesen gärenden Haufen mit ihren Schnecken und Würmern geradezu magisch angelockt und stehen dann plötzlich auf den Waldparklätzen oder gar in den Vorgärten. Und auch der Gottesacker musste teuer wildschweinsicher eingezäunt werden …

Dazu kommt, dass so ein „Komposthaufen“ im Wald alles andere als schön aussieht. Und auch, jenseits der Wildschweinproblematik, nicht ohne Gefahr ist. Denn oft vergehen, wie die Rhein Zeitung erklärt, mehrere Jahre, bis ein nennenswerter biologischer Abbau in solchen Haufen stattfindet: „Zudem verdrängen Brennnesseln, Brombeeren und andere Stickstoff liebende Pflanzen an Stellen, wo verstärkt Grünschnitt abgelagert wurde, die natürliche Vegetation!“

Auch das Bundesamt für Naturschutz warnt daher ausdrücklich vor dieser illegalen Entsorgung. Ja, Grünschnitt sei in der Natur rechtlich gesehen Müll. Und eine Entsorgung von Gartenabfällen in Feld und Flur alles andere als ein Kavaliersdelikt: „Diese Art der Entsorgung ist illegal. In den Pflanzenabfall-Verordnungen der Länder ist vorgeschrieben, dass Gartenabfälle ordnungsgemäß zu entsorgen sind“, stellt das Amt klar.

Hier sorgt man sich auch und gerade um die Gärung und Fäulnisbildung (insbesondere bei Rasenschnitt), die den Wurzeln der Bäume zusetzt. Auch würden die Mikroorganismen im Boden und somit der natürliche Nährstoffkreislauf geschädigt. „Gartenabfälle können aber auch Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder Samen von nichtheimischen, konkurrenzstarken Pflanzen enthalten“, kennt man hier ein weiteres Problem.

Die illegale Grünschnittablagerung in Wald und Flur schadet Bäumen und Boden und wird stets, ein übler Nebeneffekt, auch Nachahmer anlocken!