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Naturschutz contra Schafzucht: Haben Wölfe bei uns in Deutschland eine dauerhafte Chance?

Naturschutz contra Schafzucht: Haben Wölfe bei uns in Deutschland eine dauerhafte Chance?

Wölfe hatten, zumindest in der Vergangenheit, keine gute Presse. So ist der Mythos vom „bösen Wolf“ auch von den Gebrüdern Grimm im „Rotkäppchen“ noch einmal nachhaltig geschürt worden …
In Deutschland ist Canis lupus, immerhin der Urahn unserer Haushunde, in den frühen 1900 er Jahren dann endgültig ausgerottet worden. Doch nun scheint Isegrim, auf leisen Sohlen, zu uns zurückzukehren, wie auch die Autoren von Wikipedia bemerkt haben: „Seit Ende des 20. Jahrhunderts steht der Wolf unter internationalem Schutz und die Bestände erholen sich teilweise, in Deutschland konnte im Jahr 2000 erstmals wieder die Geburt von Welpen nachgewiesen werden!“
Des einen Freud, des anderen Leid
So ist, davon geht die Sendung „Unkraut“ auf BR alpha aus, auch Bayern „Wolfserwartungsland“, was so manchen Schafzüchter vermutlich nachhaltig erschreckt hat. Denn als Beutegreifer schlagen Wölfe natürlich da zu, wo sich ihnen eine Chance bietet, so dass auch schlecht gesicherte Schafherden in Gefahr sind.
Zäune indes können hier nicht immer helfen, da die in Hanglangen (wo die Wölfe einfach darüber setzen) nur einen bedingten Schutz bieten … nur einer der Gründe, warum sich viele Schäfer heute entsprechend wehrhafte Hütehunde zugelegt und so mit dem Neuankömmling arrangiert haben!
Naturschützer dürfte diese neue Einsicht freuen, da sich zum Beispiel der WWF unter dem Motto „Schutzengel werden“ schon länger für die Rückkehr der Wölfe stark gemacht hat. Hier gehen die Experten davon aus, dass derzeit etwa 12 Rudel und damit circa 100 Wölfe bei uns leben. Vorwiegend in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie, vereinzelt, in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen: „Zusammen mit den wenigen Wolfsrudeln in Westpolen zählen sie zu der deutsch-westpolnischen Population – einer der kleinsten Wolfspopulation in Europa!“
Nun könnte, laut BR, zudem eine Rückkehr nach Bayern bevorstehen. Dort muss indes, sogar im Nationalpark, vor allem das Schwarzwild bejagt werden. Ganz einfach, weil große Beutegreifer wie Bär, Luchs und Wolf, die früher die Reh- und Wildschweinbestände reguliert haben, (noch?) fehlen …
Naturschützer uneins!
Dennoch gibt es auch Naturschützer, denen die Rückkehr von Isegrim suspekt scheint. So berichtete  n-tv bereits 2012 über einen Naturschützer aus Mecklenburg-Vorpommern, der sogar ein Bündnis gegen den Wolf initiiert hat.
Denn laut Gerd Steinberg sind nicht nur Schafe und Damhirsche, sondern auch Enten und Gänse (die ohnehin schon durch Füchse und Waschbären leiden!) in Gefahr. Zudem könnten sich, so der Rentner, hungrige Wölfe auch an Katzen oder Hunden vergreifen. Daher erwartet Steinberg: „Wir verlangen, dass Wölfe wieder gejagt werden, wie in anderen Ländern auch, sonst verlieren sie die Scheu!“
Die Mehrheit der Deutschen indes scheint die Rückkehr der Wölfe eher zu begrüßen, und auch der NABU ruft  „Willkommen Wolf“: „Die Rückkehr des Wolfes 150 Jahre nach seiner Ausrottung ist ein erster Erfolg für den Artenschutz.“
Der Wolf scheint also, nach wie vor, die Gemüter zu erhitzen!