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Klimaschutz soll Mieter teuer zu stehen kommen

Klimaschutz soll Mieter teuer zu stehen kommen

Geht es nach dem Gesetzentwurf, welchen die Linke Umweltsenatorin Katrin Lompscher in Berlin vorgelegt hat, so soll der Klimaschutz in Berlin vor allem die Mieter hart treffen. Sie will im ihrem Klimaschutzgesetz festlegen, dass zum Heizen künftig mindestens 10% erneuerbare Energien eingesetzt werden müssen, was Sanierungsarbeiten mit hohem finanziellem Aufwand nötig machen würde, die von Seiten der Vermieter voll auf die Mieter umgelegt werden dürften, und deren Miete dem entsprechend erheblich nach oben treiben würden. Zudem sind diese Maßnahmen bei weitem nicht an jedem Gebäude möglich.
Als einzige Alternative sieht das Gesetz jedoch die komplette Dämmung der Wohnhäuser auf den höchsten Standard vor, was in der Regel die noch teurere Variante sein müsste.
Anhand einer Beispielrechnung hat nun der BBU zusammen mit einem Ingenieurbüro berechnet, was dieses Gesetz für Berliner Mieter bedeuten würde. Hierbei diente als Beispiel ein 1957 erbautes Mietshaus, welches in dieser Form sehr häufig in der Stadt zu finden ist, und mit 30 Wohnungen eine Wohnfläche von rund 1500m² bietet.
Würde hierbei die erste Möglichkeit des Gesetzentwurfes gewählt, und das Dach des Hauses mit Solarzellen ausgestattet, so müsste der Vermieter diese auf einer Fläche von 109m² anbringen, die vermutlich nicht zur Verfügung steht. Wäre sie jedoch gegeben, so würde die Investition jedoch trotzdem rund 2,07€ pro Quadratmeter Wohnfläche kosten, und dem Mieter lediglich 37 Cent Heizkosten einsparen.
Diese Kosten stehen jedoch nach Angaben des BBU in keinem Verhältnis zum Nutzen der Maßnahmen für den Klimaschutz, weshalb davon auszugehen ist, dass der Gesetzentwurf so nicht zu tragen kommen kann.