Stromanbieter Wechseln leicht gemacht!
Jetzt Stromanbieter kostenlos vergleichen!
Richtwerte:    1800 kWh   3500 kWh   5000 kWh

Die Rückkehr der großen Büffel!

Die Rückkehr der großen Büffel!

Im Hintergrund dudelte sanft die Titelmusik der Winnetou-Verfilmungen, als RTL aktuell darüber berichtete, dass der Wisent – und das in freier Wildbahn (!) -, zu uns nach Deutschland zurückgekehrt ist …
Wobei die Assoziation, die damit geweckt wurde, beileibe nicht verkehrt ist. Denn beide sind verwandt, weswegen Wisente nicht umsonst Europäische Büffel genannt werden. Die durchstreiften noch im Mittelalter weite Teile West- und Südosteuropas, ehe die letzten wildlebenden Vertreter ihrer Zunft vor etwa einem Jahrhundert auch in Asien erlegt wurden.
Heute geht man wieder von einem Bestand von gut 5000 Tieren aus, wovon etwa 50 Prozent in Gefangenschaft leben. Freilebende Wisente gab es, unter anderem, schon in Polen; was also lag näher, als es auch hierzulande zu probieren!?
„Der Wisent streift wieder durch deutsche Wälder“, titelte der Stern im Zusammenhang mit dem Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge. Und wusste zu berichten, dass der einstige „König der Wälder“ gut drei Jahre auf ein Leben jenseits der Zäune vorbereitet wurde …
Denn ganz so einfach war die Sache auch in diesem zusammenhängenden Waldgebiet auf dem Dach Westfalens nicht. Selbst wenn den Tieren hier ein Areal von gut 1300 Quadratkilometern zur Verfügung steht. Zu groß waren die Sorgen und Fragen. Etwa die, wie sich die imposanten, bis 1000 Kilogramm schweren Kolosse gegenüber Radlern oder Joggern verhalten. Schließlich ist der Naturpark Rothaargebirge mit seinen erfrischenden Sommern und den weitgehend schneesicheren Höhenlagen auch bei uns Menschen ein beliebtes Reise- und Ausflugsziel.
Auch stellten sich Landwirte die Frage, ob womöglich ihre Rinder von Wisentbullen gedeckt werden könnten. Die indes gelten vor allem mit dem Bison als uneingeschränkt kreuzungsfähig. Und konnten auch ihr natürliches Fluchtverhalten unter Beweis stellen, so dass die Experten mit den „Freigängern“ keine Probleme erwarten. „Bison-Art soll in Hessen wieder heimisch werden“, verkündet daher auch die Frankfurter Allgemeine und sieht, mit der Rückkehr der Tiere, die noch im 18. Jahrhundert bei uns lebten, eine Bereicherung für unsere Wildbahn.
Und in der Tat: Laut einem Experten auf RTL aktuell ist auch ein zu starker und schädigender Verbiss unserer Wälder nicht zu befürchten. Und: „Wisente sind zwar groß und mächtig, aber auch friedliebend und scheu“, beruhigt Bernd Fuhrmann, Bürgermeister von Bad Berleburg, via Frankfurter Allgemeine eventuell doch besorgte Gemüter!