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Brennholz nicht nur in Bayern begehrter denn je zuvor!

Brennholz nicht nur in Bayern begehrter denn je zuvor!

Unlängst ist auf Bayern Alpha der zunehmende „Brennholzhunger“ des Freistaates thematisiert worden. Denn vor allem in den ländlichen Regionen Bayerns sei es, wie das Magazin „Unkraut“ berichtete, nach wie vor ganz normal, dass mit Holz geheizt wird …
Tatsächlich ist es so, dass das Holz, als nachwachsende und preiswerte Energiequelle, derzeit einen regelrechten Boom erlebt. Bayern Alpha sieht hier, gegenüber Heizöl, Einsparpotentiale von rund 50 Prozent und weiß, dass immer mehr Menschen den Charme des offenen und heimeligen Kaminfeuers für sich entdeckt haben.
Mit der Folge, dass die Brennholzabgabe vielerorts begrenzt wird, während die Preise (die laut Forstwirten freilich von einem sehr niedrigen Niveau bei einer zunächst überschaubaren Nachfrage ausgingen) um bis zu 34 Prozent anziehen. Gegenüber „Unkraut“ berichteten Betroffene darüber, dass auch jede Menge Holz geklaut werde. Oder aber Spaziergänger und Pilzsammler, bei ihren Touren, mal gleich einen strammen Ast unter jeden Arm geklemmt haben und somit einen kleinen Vorrat in ihr Haus schleppen …
Ist die Nachfrage größer als das Angebot?
Wie begehrt Brennholz derzeit ist, zeigt sich daran, dass das Thema „Brennholzmangel“ auch auf Portalen wie landtreff.de rege diskutiert wird. Hier glauben manche, dass auch die Biomasseheizwerke, die zu viel Holz aufkaufen, ihren Teil dazu beitragen, die Situation zu verschärfen:
„Brennholz kostet reichlich Kohle“, titelt  daher „Merkur Online“ und sieht eine lebhafte Nachfrage. Ja, gerade die lasse die Preise derzeit steigen, ergänzt  hna.de und weiß, dass für den fertigen Festmeter heute Preise zwischen 52 und 55 Euro gezahlt werden (müssen): „Brennholz aus heimischen Wäldern ist begehrter denn je!“
Wie sieht es in Sachen Ökologie aus?
Auch die Welt widmete sich schon dem Heizen mit Holz, das gemütlich wie auch ökologisch daher komme. Wer von Öl oder Gas auf Holz umsteige, entlastet die CO2-Bilanz: „Mit Scheitholz und Pellets holt man sich also nicht nur Behaglichkeit ins Haus – man schont auch die Umwelt!“
Die Stadt Seelze verwies daher bereits 2005 auf ihre Kinder, die für ein Heizen mit Sonne und Holz werben: „Die aus Holz gebaute Kindertagesstätte Seelze-Süd gilt als ökologisches Vorzeigeprojekt in der Region. Große Fenster lassen Licht und Wärme herein. Eine solarthermische Anlage wird für die Warmwasseraufbereitung genutzt und in der kalten Jahreszeit werden Holzpellets in der Heizung verbrannt!“
Dass Holz als Energieträger grundsätzlich positiv zu bewerten sie, glaubt auch der NABU Baden-Württemberg: „Holz als Energieträger ist grundsätzlich positiv. Bei der Produktion von Holz entstehen keine Schadstoffe und die Verbrennung ist nahezu CO2-neutral!“
Einfach Öl durch Holz zu ersetzen, greife dennoch zu kurz, mahnt hier NABU-Waldreferent Johannes Enssle, der davon ausgeht, dass für einen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz verschiedene Punkte bedacht werden müssen.
Unter anderem sollte das Haus gut gedämmt sein. Auch dürfe man, nur weil jetzt mit Holz gefeuert wird, die Energie niemals sinnlos verheizen: Muss man im Winter wirklich in T-Shirt und Shorts im Wohnzimmer sitzen können, fragt sich der NABU, ob weniger heizen nicht manchmal mehr wäre: „Im Badezimmer reichen 21 Grad Celsius, in der Küche und im Schlafzimmer 18 sowie im Wohn-, Arbeits- und Kinderzimmer 20 Grad!“
Brennholz ist heute sehr begehrt. Kein Wunder, dass die Preise anzogen!
Foto: Peter Hoffmann