Stromanbieter wechseln

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Stromanbieter wechseln: So gehts richtig!

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  • Stromanbieter wechseln
  • Stromanbieterwechsel erfolgreich

Noch nicht alles klar? Häufig gestellte Fragen

Für einen Wechsel des Stromanbieters kann es viele gute Gründe geben. Da wäre zunächst einmal der finanzielle Vorteil, der sich aus einem Stromanbieterwechsel ergeben kann. Teilweise sind Ersparnisse bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr möglich. Ein weiterer Aspekt stellt die Firmenpolitik der jeweiligen Anbieter dar. Zunehmend treten regionale Versorgungsunternehmen auf dem Markt auf, die ihren Kunden einen persönlicheren Service bieten, als dies bei großen Energieversorgern der Fall ist. Wer Bewohner einer Ortschaft ist, die ihre Stromversorgung aus eigener Kraft bestreitet, wird vielleicht das Bedürfnis haben, die eigene Gemeinde als Kunde zu unterstützen. Zudem kann auch die Art des bezogenen Stroms eine Rolle spielen.

Versorgung aus regenerativen Energien

Energieversorgung aus regenerativen EnergienViele Verbraucher wünschen eine Versorgung mit Energie aus regenerativen Quellen und möchten nicht länger mit Strom, der aus Kohle- oder Atomkraftwerken stammt, beliefert werden. Inzwischen haben sich einige Energieversorger auf dem Strommarkt etabliert, die ihre Kunden ausschließlich mit sogenanntem „grünen“ oder „sauberen“ Strom versorgen. Ein weiterer Anlass, den Stromanbieter zu wechseln, kann auch darin liegen, dass sich der Verbraucher über den bisherigen Versorger geärgert hat. Auch hierfür kann es verschiedene Gründe geben. Zum Beispiel Ärger über schlechten Service oder eine Preiserhöhung.

Den Stromanbieter zu wechseln ist also immer dann sinnvoll, wenn damit eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen Stand erreicht wird. Ein günstigerer Preis, besserer Service oder eine Versorgung mit Strom aus regenerativen Energiequellen.

Wechseln Sie jetzt per Tastendruck den StromanbieterJeder, der beabsichtigt, den Stromanbieter zu wechseln, muss einiges beachten beziehungsweise bestimmte Bedingungen erfüllen. Das Recht, einen anderen Stromanbieter zu wählen hat prinzipiell jeder, der zum einen über einen Stromliefervertrag und zum anderen über einen eigenen Stromzähler verfügt. Dies betrifft Hausbesitzer ebenso wie Mieter von Wohnungen. Sollte für die jeweilige Mietergemeinschaft nur ein gemeinsamer Stromzähler vorhanden sein, müsste der zuständige Vermieter von den Vorteilen eines Stromanbieterwechsels überzeugt werden. Nach wie vor gibt es Verbraucher, die einen Zähler für den am Tage und einen zweiten für den in der Nacht verbrauchten Strom haben: Auch in diesem Fall ist ein Anbieterwechsel nicht ohne weiteres möglich.

Berücksichtigung der Kündigungsfristen

Bevor man den Stromanbieterwechsel in die Wege leitet, sollte man die Kündigungsbedingungen des jeweils noch gültigen Stromvertrags durchlesen. Die Kündigungsfristen für Stromlieferverträge sind nämlich durchaus unterschiedlich. Während die Kündigungsfrist für einen Vertrag bei dem Grundversorger zumeist vier Wochen beträgt, sind bei alternativen Anbietern Mindestlaufzeiten (zumeist ein Jahr) und mehrmonatige Kündigungsfristen üblich. Von einem Sonderkündigungsrecht kann insbesondere im Fall einer Preiserhöhung Gebrauch gemacht werden – allerdings ist die Frist für die Nutzung eines Sonderkündigungsrechts meistens sehr kurz. Damit die Kündigung rechtzeitig bei dem bisherigen Stromversorger eingeht, sollte man diese selbst übernehmen und nicht dem neu gewählten Stromversorger überlassen.

Den Wechsel des Stromanbieters vornehmen

Dank Internet geht der eigentliche Stromanbieterwechsel unproblematisch und rasch vonstatten. Den Stromtarif, der den eigenen Wünschen besser entspricht als der bisherige, findet man, indem online ein Stromtarifvergleich durchgeführt wird. Die hierfür erforderlichen Angaben betreffen die Postleitzahl des Wohnortes, die Kilowattstunden pro Jahr und/oder die Personenzahl im Haushalt. Nachdem man sich für ein Angebot entschieden hat, kann man üblicherweise entweder die Vertragsunterlagen anfordern oder auch direkt online den Vertrag abschließen. Um die Kündigung des zu diesem Zeitpunkt noch geltenden Vertrags muss man sich nicht selbst kümmern, sondern der neue Stromanbieter erledigt dies fristgerecht. Sollte es zu Problemen in Zusammenhang mit dem neu abgeschlossenen Stromliefervertrag kommen, kann man selbstverständlich von seinem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Allgemein verlaufen Stromanbieterwechsel in der Regel reibungslos. Mögliche Komplikationen wie die Insolvenz eines Anbieters stellen keine Gefahr für die eigene Stromversorgung dar. Die gesetzliche Regelung zur Grundversorgung sieht vor, dass auch bei vertraglich unklaren Beziehungen Strom fliesen muss. Der lokale, meist auch teure Grundversorger springt im Notfall ein und übernimmt die Belieferung mit Strom zum ortsüblichen Tarif. Unnötiger bürokratischer Ärger ist also das einzige Risiko – und das lässt sich durch aufmerksames Handeln stark reduzieren. Informationen über die Seriosität und Zuverlässigkeit des neuen Stromlieferanten einzuholen, ist immer ratsam. Häufig organisiert der neue Anbieter die fristgerechte Kündigung. Verschickt der Kunde trotzdem eigenmächtig eine zusätzliche Kündigung, kann es zu Missverständnissen kommen. Durch vorherige Absprachen kann dies effektiv unterbunden werden.

Fragen zum Ablauf

Es kann sehr attraktiv sein, den Stromanbieter zu wechseln, um jeweils den günstigsten Stromtarif zu buchen. Das Wechseln ist heute meistens schnell und unkompliziert. Nachdem man sich (etwa mit unserem Strompreisvergleich) einen Stromanbieter ausgesucht hat, kann man den gewünschten Tarif online beantragen. Dazu füllt man ein Formular aus, auf dem man seine Daten und den bisherigen Anbieter angibt. Oft ist auf diesem Formular auch eine Ankreuzmöglichkeit vorhanden, mit der man den neuen Anbieter beauftragen kann, den alten Stromvertrag zu kündigen, damit der Wechsel nahtlos funktionieren kann. Der Rest erledigt sich dann meistens von allein. Sorgen um eine Stromunterbrechung muss man sich nicht machen, denn eine nahtlose Stromlieferung ist gesetzlich garantiert.

Aktueller Zählerstand zuhauseFür einen Wechsel des Stromanbieters benötigen Sie Ihre aktuelle Bankverbindung, die letzte Rechnung Ihres aktuellen Stromanbieters sowie die Kundennummer. Sollen Sie den Wechsel online vornehmen, benötigen Sie Ihren Personalausweis, um sich per PostIdent-Verfahren ausweisen zu können. Sollten Sie den Vertrag bei ihrem aktuellen Stromanbieter schon gekündigt haben, sollten Sie dieses Kündigungsschreiben dem neuen Anbieter ebenfalls vorlegen.

Wichtige Unterlagen für den Wechsel des Stromanbieters

Außerdem benötigen Sie den aktuellen Stromzähler-Stand. Ist es Ihnen nicht möglich, diesen selbst abzulesen, kann der aktuelle Anbieter darum gebeten werden. Der neue Anbieter benötigt auch den aktuellen Stromverbrauch. Diesen kann man entweder den letzten Jahresabschluss-Rechnungen entnehmen oder den aktuellen Stromanbieter um Auskunft bitten. Ist beides nicht möglich, kann man sich an folgenden Mittelwerten orientieren:

  • Singles: 1800 kWh/jährlich
  • Paare: 2900 kWh/jährlich
  • Familien: 4000 kWh/jährlich

Schneller TarifwechselHeutzutage ist ein Wechsel des Energieanbieters im Grunde keine große Sache mehr und funktioniert ohne größeren Aufwand. Die erste Frage, die man sich häufig stellt, ist, ob es eine Frist gibt und worauf prinzipiell geachtet werden muss. Grundsätzlich darf ein Wechsel des Stromanbieters bis zu drei Wochen dauern – so besagt es das deutsche Energiewirtschaftsgesetz. Jedoch muss beachtet werden, dass diese Frist erst dann beginnt, sobald der neue Anbieter den Antrag bearbeitet und beim Betreiber des Energienetzes eine Ummeldung vornimmt. Daher kann ein Wechsel mit Glück sehr schnell von statten gehen, aber teilweise auch mehrere Wochen in Anspruch nehmen bzw. mit dieser zusätzlichen Dauer sogar länger, als das Gesetz es vorschreibt.

Wechsel binnen zwei Wochen möglich

Die meisten Anbieter vollziehen den Wechsel allerdings binnen der ersten zwei Wochen nach der Einsendung des Antrags, so zeigen aktuelle Statistiken. Im schlimmsten Fall müssen Verbraucher bis zu sechs Wochen warten – dies ist allerdings die absolute Ausnahme und meist nur dann so, wenn es bei der Ummeldung Schwierigkeiten in irgendeiner Form gibt. Sollte es Probleme geben, so wendet man sich als Verbraucher am besten direkt an die Schlichtungsstelle, welche zwischen den Parteien vermittelt. Noch eine wichtige Information: Die neue Lieferung beginnt grundsätzlich immer am Anfang des Monats.

Selbst kündigen

Sollte man in Eile sein – wie es beispielsweise vorkommen kann, wenn eine Kündigungsfrist endet – oder man auch aus anderen Gründen eine schnelle Bearbeitung des Wechselantrags benötigt, nimmt man die Kündigung beim alten Anbieter am besten selbst vor. Im Normalfall übernimmt dies der neue Versorger, was ebenfalls ein Faktor für eine längere Bearbeitungszeit ist. Die eigene Abmeldung erfolgt idealerweise innerhalb eines einzigen Werktags und verkürzt den ganzen Wechsel deutlich.

Ein guter Tipp:
Es lohnt sich, vorher im Internet nach Kundenrezensionen zu suchen. Oftmals kann auf diese Weise recht schnell herausgefunden werden, ob ein bestimmter Anbieter den Wechsel schnell vornimmt oder die Ummeldung mit langen Wartezeiten verbunden ist. Dennoch ist eine längere Wartezeit es meist nicht wert, sich für einen teureren Anbieter zu entscheiden, der den Auftrag schneller bearbeitet. Die meisten Menschen schätzen nach wie vor den preiswertesten Versorger, um langfristig bares Geld sparen zu können.

NeukundenbonusBeim Wechsel des Stromanbieters werden Neukunden häufig mit einem Bonus oder mit Prämien gelockt. Nahezu jeder Betreiber wirbt auf seiner Seite mit einem attraktiven Bonus, wenn der Anbieter gewechselt wird. In der Regel werden die Prämien oder Boni jedoch nicht bar ausgezahlt, sondern mit den monatlichen Stromkosten verrechnet. Außerdem rechnen manche Anbieter den Bonus in den kalkulierten Strompreis ein. Die Folge ist, dass der Preis dann günstiger erscheint. Der Strompreis ohne Bonus wäre jedoch deutlich teurer. Aus diesem Grund lohnt es sich, beim Preis genau darauf zu achten, ob dieser mit oder ohne Bonus kalkuliert wurde. Außerdem sollte beachtet werden, dass sich die Boni und Prämien der einzelnen Anbieter in ihrer Höhe deutlich voneinander unterscheiden können.

Wenn es um die Stromversorgung geht, können die Meinungen zwischen Vermieter und Mieter teilweise sehr unterschiedlich sein. Daher ist es vorteilhaft, wenn sich der Mieter den persönlichen Versorger selbst aussuchen kann, beispielsweise um regenerative Energieträger zu wählen oder Stromkosten zu reduzieren. Prinzipiell muss der Mieter demnach die Möglichkeit haben, den Markt zu sondieren und eigene Lieferverträge abzuschließen. Dies ist jedoch in der Praxis nicht immer möglich. Ob der Mieter den Stromanbieter wechseln kann, ist letztendlich von der Anzahl der Stromzähler abhängig.

Verfügt die Mietsache über einen eigenen, separaten Stromzähler, kann der Mieter den Versorger frei wählen, da über seinen Zähler abgerechnet werden kann. Von dieser Kostenrechnung abzuziehen sind die jährlichen Verbrauchskosten, die bei der Nutzung von allgemein zugänglichen Räumlichkeiten, beispielsweise das Treppenhaus oder Kellerräume, anfallen.

Problematischer Stromanbieterwechsel als Mieter

Stromanbieter Wechsel leicht gemachtIst demgegenüber nur ein Stromzähler in dem Mehrfamilienhaus vorhanden, ist der gewünschte Wechsel zu einem Stromanbieter deutlich schwieriger. In diesen Fällen gewährleistet in der Regel der Vermieter die Versorgung für die einzelnen Mieter. Um dabei keine Versorgungslücken oder Streitigkeiten untereinander entstehen zu lassen, entscheidet er sich selbst. Meistens liefert der regionale Grundversorger das blaue Gold in die einzelnen Haushalte. Der Nachteil ist, dass der Grundversorger regelmäßig teurer sein wird, als ein konkurrierendes Unternehmen auf dem freien Strommarkt. Daran kann der Mieter jedoch nichts ändern, es sei denn, der Vermieter lässt sich von einem Stromanbieterwechsel überzeugen. Andernfalls leistet der Mieter die monatlichen Beitragszahlungen, die über die Betriebskosten festgelegt werden. Am Ende eines Kalenderjahres wird der Gesamtverbrauch auf den einzelnen Mieter umgerechnet, wobei Wohnungsgröße und die Anzahl der Mitglieder eines Haushalts berücksichtigt werden.

Alternativ kann der Mieter beim Vermieter anfragen, ob er einen eigenen Stromzähler installieren darf. Dies ist jedoch mit erheblichen Kosten und Anstrengungen verbunden, was jedenfalls vorher berücksichtigt werden sollte. Durch die nachträgliche Nachrüstung kann der Mieter für seine individuellen Versorgung frei wählen.

Wechselt der Stromanbieter mit dem Umzug der beiden mit?Vor einem Umzug ist es wichtig, sich über die Stromversorger in der neuen Stadt zu erkundigen und den alten Vertrag rechtzeitig zu kündigen. Somit liefert Ihr Wunschanbieter Ihren Strom direkt beim Einzug. Werden keine Schritte unternommen, beziehen Sie Ihren Strom automatisch von dem örtlichen Stromversorger, der in der Regel teuer ist. Auch nach dem Einzug können Sie zu Ihrem Wunschanbieter wechseln. Sobald Sie Ihren neuen Vertrag abschließen, kündigt der neue Anbieter automatisch den Vertrag des regionalen Anbieters. Eine Kündigung von Ihrer Seite ist in diesem Fall nicht nötig.

Wichtig: Zählerstand notieren

Wichtig ist es, sich direkt beim Einzug den Stromzählerstand und die Nummer des Stromzählers zu notieren. Lassen Sie sich zur Sicherheit den Stromzählerstand in den Mietvertrag schreiben, um Missverständnisse vorzubeugen. Der neue Stromversorger benötigt zudem das Datum des Einzuges. Hilfreich ist es, sich auf Basis alter Stromrechnungen den individuellen Jahresstromverbrauch auszurechnen, um den monatlichen Abschlag zu kalkulieren. Sobald Sie den passenden Dienstleister finden, übermitteln Sie ihm die benötigten Daten und schließen damit Ihren neuen Vertrag ab.

Fragen zur Kündigung und Fristen

Es kommt grundsätzlich auf den jeweiligen Vertrag an, ob der Stromanbieter jederzeit gewechselt werden kann. Wer in Deutschland keinen Vertrag abgeschlossen hat, wird über die sogenannte Grundversorgung mit Strom beliefert. Dabei handelt es sich um eine Versorgung über den örtlichen Grundversorger zu den dort üblichen Konditionen. In diesem Fall kann mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Die Vertragslaufzeit beträgt dann nämlich nur einen Monat.

Vertraglich geregelte Kündigungsfristen

Geschockte Frau wegen erhöhter StrompreisrechnungVerbraucher, die jedoch einen Vertrag bei einem privaten Stromanbieter abgeschlossen haben, müssen sich an die Kündigungsfristen halten, die in diesem Vertrag festgelegt sind. Grundsätzlich können Verträge bis zu zwei Jahre laufen. Wer einen Vertrag über ein oder zwei Jahre abgeschlossen hat, kann erst zum Ende der Laufzeit kündigen. Eine vorzeitige Kündigung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Ausnahme Preiserhöhung

Zu diesen Ausnahmefällen gehört zum Beispiel eine Preiserhöhung des Anbieters. Wenn der Stromanbieter außerordentlich den Strompreis erhöht, ist eine sofortige Kündigung möglich. Es handelt sich dann aber auch um eine außerordentliche Kündigung und eine Sondersituation. Auch bei einem Umzug kann der Vertrag gekündigt und der Stromanbieter gewechselt werden. Verbraucher sind in Deutschland nicht verpflichtet, nach einem Umzug wieder bei dem vorherigen Stromanbieter einen Vertrag abzuschließen. Mit dem Umzug endet der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter. Allerdings gibt es keine Regel ohne Ausnahme. Manche Stromanbieter bestehen auch bei einem Umzug auf die Erfüllung des Vertrages. Dies ist der Fall, wenn der Umzug innerhalb des Netzbereiches des Anbieters stattfindet. Das Sonderkündigungsrecht kann dann nicht geltend gemacht werden. Verbraucher sollten daher vor dem Abschluss eines Vertrages prüfen, ob das Sonderkündigungsrecht auch beim Umzug uneingeschränkt geltend gemacht werden kann.

Ist die Stromrechnung zu hoch? Dann wechseln Sie den StromanbieterDamit überhaupt der Stromanbieter gewechselt werden kann, muss die Kündigung bei dem bisherigen Vertragspartner rechtzeitig, das heißt fristgemäß, eingehen. Zwar übernimmt der neue Stromanbieter für den Kunden normalerweise die Kündigung des bestehenden Vertrags, aber um die Fristeinhaltung muss man sich selbst kümmern. Hinsichtlich der Kündigungsfristen gilt es zwischen Verträgen zu unterscheiden, die in die Kategorie Grundversorgung fallen und solchen, die mit alternativen Stromanbietern abgeschlossen wurden.

Kündigung bei dem Grundversorger

Jeder, der über den lokalen Stromanbieter seinen Strom bezieht, verfügt über einen Vertrag der Kategorie Grundversorgung. Üblicherweise ist für die Kündigung derartiger Verträge eine Kündigungsfrist von vier Wochen einzuhalten. Es ist dementsprechend relativ kurzfristig möglich, zu einem anderen Stromanbieter mit besseren Bedingungen zu wechseln. Das Sonderkündigungsrecht tritt ein, wenn der Grundversorger eine Preiserhöhung bekanntgibt – und die hiermit zusammenhängende Sonderkündigungsfrist. In diesem Fall muss die Kündigung binnen dieser Frist beim Grundversorger eingehen; zusätzlich ist als Kündigungsgrund die Preiserhöhung zu nennen.

Kündigung bei alternativen Stromanbietern

Handelt es sich um einen Vertrag, der mit einem anderen Stromanbieter geschlossen wurde, gilt es, einerseits die Mindestvertragslaufzeit und andererseits die vereinbarte Kündigungsfrist zu berücksichtigen: Beides ist in den Vertragsunterlagen aufgeführt. Durchaus üblich sind beispielsweise eine Laufzeit von einem Jahr und eine dreimonatige Kündigungsfrist. Für den Fall, dass der Lieferbeginn der 01. Juni ist, kann frühestens zum 31. Mai des Folgejahres gekündigt werden. Um die dreimonatige Frist zu wahren, müsste die Kündigung spätestens Ende Februar beim Stromanbieter eingehen. Selbstverständlich kommt dann, wenn eine Preiserhöhung ansteht, auch bei alternativen Stromanbietern das Sonderkündigungsrecht zum Tragen. Wiederum ist insbesondere auf die Wahrung der genannten Sonderkündigungsfrist zu achten.

Kündigung des alten StromanbietersOb Sie sich selbst um die Kündigung bei Ihrem alten Stromanbieter kümmern müssen, hängt von vielen Faktoren ab. Prinzipiell bieten sehr viele Stromanbieter an, bei einem Wechsel auch gleich den alten Vertrag für Sie zu kündigen. Trotzdem sollte man als Verbraucher auf die Kündigungsfristen achten, und womöglich selbst kündigen. Ihre Kündigungsfrist finden Sie in Ihrem alten Vertrag. Allerdings gibt es einige Faktoren, die die Kündigungsfrist beeinflussen können.

Sonderkündigungsrecht von 2 Wochen

Bei einer Preiserhöhung Ihres alten Anbieters haben Sie ein Sonderkündigungsrecht von 2 Wochen, unabhängig von Ihrem Vertrag. Plant man einen Umzug, kann man den alten Vertrag ebenfalls innerhalb 2 Wochen kündigen. In der Regel findet man folgende Kündigungsfristen vor:

  • Stromvertrag von einem Grundversorger: 4 Wochen Kündigungsfrist
  • Stromvertrag bei einem alternativen Anbieter: 3 Monate Kündigungsfrist
  • Stromvertrag bei Preiserhöhung: 2 Wochen Kündigungsfrist
  • Stromvertrag bei Umzug: 2 Wochen Kündigungsfrist

Achtung bei Stromverträgen mit einer Mindestlaufzeit. Diese Mindestlaufzeit muss in der Regel auch erfüllt werden, unabhängig von der angegebenen Kündigungsfrist.

Schnell den Stromanbieter wechslen mit SonderkündigungsrechtVerbraucher haben in bestimmten Fällen ein Sonderkündigungsrecht, wenn sie ihren Stromvertrag kündigen möchten. Zu diesen Fällen gehört die Preiserhöhung durch den Anbieter. Wenn der Stromanbieter außerplanmäßig den Strompreis anhebt, kann der jeweilige Vertragsinhaber von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und den Stromanbieter wechseln. Anbieter müssen ihren Kunden die Preiserhöhung mitteilen. Nach dieser Mitteilung besteht in der Regel zwei Wochen lang die Möglichkeit, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Wird der Vertrag in dieser Frist nicht gekündigt, verfällt das Sonderkündigungsrecht allerdings. Daher sollten Betroffene nicht zu lange mit der Kündigung warten.

Sonderkündigung bei Umzug

Auch bei einem Umzug besteht ein Sonderkündigungsrecht für Verbraucher. Wer seinen Wohnsitz wechselt, kann ohne Probleme seinen Vertrag kündigen. Dazu genügt eine Mitteilung an den Stromanbieter. Am neuen Wohnort kann schließlich ein neuer Vertrag bei einem anderen Stromanbieter abgeschlossen werden. Einige Anbieter bestehen jedoch darauf, dass der Vertrag erfüllt wird, wenn der Umzug innerhalb des Netzbereiches stattfindet. In diesem Fall haben Verbraucher kein Sonderkündigungsrecht. Vor dem Abschluss sollte der Vertrag auf diese mögliche Einschränkung hin geprüft werden.

Wenn der Stromanbieter den Preis für den Strom erhöht, kann der Vertrag außerordentlich beendet und der Stromanbieter gewechselt werden. Verbraucher haben in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht. Allerdings gilt dieses Sonderkündigungsrecht nur für eine festgelegte Frist. In der Regel haben Kunden zwei Wochen Zeit, den Vertrag nach einer Erhöhung des Strompreises zu kündigen. Die Frist läuft ab dem Zeitpunkt, ab dem der Stromanbieter dem Verbraucher die Preiserhöhung ankündigt. Stromanbieter müssen eine Erhöhung des Strompreises nämlich vorher ankündigen. Wer nach Ablauf der Frist kündigen will, muss sich wieder an die vertraglichen Regelungen halten. Das Sonderkündigungsrecht sollte daher nach einer Erhöhung umgehend genutzt werden. Anschließend können Betroffene ohne Probleme zu einem anderen Stromanbieter wechseln.

Sind beim alten Stromanbieter noch Rechnungsbeträge offen, kann trotzdem der Stromanbieter gewechselt werden. Schulden beim alten Anbieter wirken sich nicht auf die Kündigung aus. Die Kündigung muss vom alten Stromanbieter, sofern sie fristgerecht und wirksam ist, akzeptiert werden. Dennoch müssen die rückständigen Summen natürlich bezahlt werden. Der alte Anbieter verzichtet bei einem Stromanbieterwechsel nämlich nicht auf sein Geld und wird dieses einfordern.

Den Wechsel zu einem neuen Stromanbieter beeinträchtigen die Schulden nur bedingt. Einige Anbieter werden sich weigern, einen Stromvertrag abzuschließen, wenn beim alten Anbieter hohe Schulden aufgelaufen sind. Das Risiko eines Zahlungsverzuges ist vielen Anbietern dann zu groß. Ein Wechsel ist aber grundsätzlich auch mit Schulden möglich.

Endgültige Abstellung des StromsDie Sperrung des Stromanschlusses muss vom Anbieter vier Wochen im Voraus angekündigt werden. Wenn der Anschluss noch nicht endgültig gesperrt worden ist, kann der Anbieter noch gewechselt werden. In diesem Fall ist es ausreichend, den alten Anschluss zu kündigen. Aufgelaufene Schulden müssen aber natürlich trotzdem beglichen werden. Viele Stromanbieter prüfen vor einem Wechsel jedoch die Schufa und lehnen einen Vertragsabschluss ab, sofern die Schufa negativ ist. Ein Stromanbieterwechsel ist allerdings vor der endgültigen Sperrung des Anschlusses noch möglich.

Kein Stromanbieterwechsel nach endgültiger Sperrung

Wurde der Stromanschluss jedoch nach Ablauf der vier Wochen endgültig gesperrt, ist ein Wechsel des Stromanbieters aussichtslos. Eine Sperrung bedeutet nämlich, dass der Anschluss am Haus bzw. der Wohnung komplett gesperrt wurde. Auch andere Anbieter können dann keinen Strom mehr liefern. Ein Wechsel ist in diesem Fall theoretisch natürlich noch möglich. Allerdings wird auch der neue Anbieter erst dann Strom liefern können, wenn die Schulden beim alten Anbieter bezahlt sind und die Sperre aufgehoben wurde.

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